Lenzburg

Jetzt muss die alte Akazie an der Schlossmauer doch dran glauben

Weil ihre Wurzeln die Schlossmauer destabilisieren, wird diese Akazie gefällt. Ho

Weil ihre Wurzeln die Schlossmauer destabilisieren, wird diese Akazie gefällt. Ho

Im Rahmen der umfassenden Sanierung der Lenzburger Schlossmauern wird am Montag ein alter Baum gefällt. Dies, weil die Wurzeln des schon mehrfach stabilisierten und mit Seilen gesicherten Baumes, die Schlossmauer destabilisieren.

Die 2014 gestarteten Arbeiten zur umfassenden Sanierung der Lenzburger Schlossmauer – weithin sichtbar durch das Baugerüst – kommen planmässig voran, wie der Stiftungsrat Schloss Lenzburg mitteilt. Nun muss im Schloss-Innenhof eine alte Akazie aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Der Baum, selbst schon mehrfach mit Metallstangen stabilisiert und mit Seilen gesichert, sorgt mit seinen Wurzeln für eine Destabilisierung der nahen Schlossmauer.

Morgen Montag soll nun die Akazie durch den Forstdienst Lenzia mithilfe eines Helikopters entfernt werden. Als Ersatz, so ist vorgesehen, wird im Herbst mit genügendem Abstand zur Mauer ein Baum einer heimischen Sorte gepflanzt. Eine Begehung mit den Fachspezialisten hat ergeben, dass die Schlossmauer nicht nur im Südwesten instabil und deshalb gefährlich ist, sondern auch im anschliessenden Bereich Richtung Nordwesten. Um Synergien, etwa durch das bereits vorhandene Gerüst, nützen zu können, hat der Stiftungsrat beschlossen, die Reparatur der Nordwestmauer gleich anschliessend auszuführen. Die Sperrung des Schlossweges wandert mit.

Während die früher beschlossenen Sanierungen rund 1,3 Millionen Franken kosten dürften, sind für den zusätzlichen Abschnitt 300'000 Franken gesprochen worden. Die gesamten Arbeiten sollen bis im Sommer oder Herbst 2016 abgeschlossen und der Schlossweg wieder durchgängig geöffnet werden. Mit diesen Massnahmen wird die Sicherheit wieder gewährleistet. Gemäss Stiftungsrat werden Mauern und Felsen künftig mit einem Unterhaltsplan regelmässig überwacht.

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