Endlich! Den Chlausklöpfern brennt es schon länger unter den Nägeln. Ab morgen dürfen sie wieder ihre Geisseln aus dem Kasten holen und knallen. Je lauter, umso besser, umso schöner.

Den einen klingt es wie Musik in den Ohren, die andern können der ohrenbetäubenden Knallerei der Chlausgeisseln absolut nichts abgewinnen. Doch wie jedes Jahr werden sich alle wieder dreinschicken, dass die Laute schwingender Geisseln in den kommenden Wochen die übliche Alltags-Geräuschkulisse durchbricht.

Gemeindeangebot zum Üben

Mit Ausnahme von Hallwil und Niederlenz, deren Saison erst am 11. November beginnt und Hausen, wo der Startschuss am 16. November fällt, darf in den Gemeinden der Region Lenzburg ab morgen für die diesjährigen Wettbewerbe und für den Chlausmarkt am 12. Dezember geübt werden.

Laut überliefertem Brauch muss der Samichlaus am zweiten Donnerstag im Dezember, also am Tag des Lenzburger Chlausmarkts, mit lautem Klöpfen aus seinem Versteck gelockt werden. Da ist vorher kräftiges Üben angesagt. Die meisten Chlausklöpf-Gemeinden bieten während der nächsten Wochen mehrere organisierte Übungstermine an, an denen erfahrene Klöpfer ihr Wissen an Anfänger und Fortgeschrittene weitergeben.

Final in Niederlenz

Am Sonntag, 15. Dezember, findet ab 12.30 Uhr in Niederlenz der regionale Chlausklöpfwettbewerb statt. Er wird erstmals organisiert vom neu gegründeten Verein «Chlauschlöpfe Region Lenzburg» und wird unterstützt von den Niederlenzer Klöpfern.

Wer an dieser Veranstaltung teilnehmen will, muss sich dafür in den vorangehenden lokalen Ausscheidungswettkämpfen in seiner Wohngemeinde qualifizieren. Stehen Mitte Dezember die Gewinner des regionalen Wettbewerbes fest, werden anschliessend die Geisseln wieder verstaut – bis es im nächsten November wieder von neuem losgehen kann.