Seit Januar 2017 kämpft Fahrwangen um seine Poststelle. Weil die Nutzung der Filiale seit einigen Jahren auf einem «tiefen Niveau» sei, gehört Fahrwangen zu den Standorten, die seit letztem Jahr überprüft werden, sprich: Die Post sucht nach Wegen, um die Kosten zu senken.

Dagegen wehrten sich der Gemeinderat und 2600 Personen mit einer Petition. Dabei hat Fahrwangen nur 2100 Einwohner. Die Mobilisierung über die Gemeindegrenzen hinaus ist Zeugnis dafür, dass das Schicksal der Postfiliale die Gemüter in der ganzen Region bewegt. Denn die Filiale ist die letzte im Oberen Seetal. Doch das Grundproblem bleibt: Die Post von Fahrwangen ist unrentabel. Deshalb bleiben die Postverantwortlichen weiterhin im Gespräch mit dem Gemeinderat und beraten über eine künftige Lösung, heisst es in einer Medienmitteilung.

Post verhandelt für Agentur

«Noch sind verschiedene offene Fragen zu klären, bevor ein Entscheid gefällt werden kann», teilt die Post mit. Bei der telefonischen Anfrage wird jedoch klar: Die Weichen sind bereits gestellt. Die Post strebt weiterhin die Schliessung der Postfiliale an. Einen Teil ihrer Aufgaben soll eine kleine Postagentur bei einem Partner im Dorf übernehmen. «Die offenen Fragen betreffen Gespräche mit möglichen Partnern für eine Kooperation», bestätigt Post-Sprecher Markus Werner. Dabei gehe es um Abklärungen zum vorhandenen Platz bei den Kandidaten, zu deren Öffnungszeiten und Ähnliches.

Wann der nächste Entscheid fällt, lasse sich nicht sagen. «Das kann sehr schnell gehen, doch manchmal dauert es auch länger, etwa wenn beim Partner noch Umbauten nötig sind», sagt Markus Werner. «Die Gemeinde unterstützt die Post nun, soweit sie kann, um so die bestmögliche Lösung zu finden», sagt Gemeindeammann Patrick Fischer. «Wir wünschen uns insbesondere noch eine zweite Aufgabestelle, die auch von KMU in der Region genutzt werden kann», sagt er. (mik)