Dintikon
Jahreskonzert unter dem Motto «Quer dor d’Schwiiz»

Traditionelle Schweizer Melodien füllten am Abend des 1. Dezembers die Mehrzweckhalle Dintikon. Gespielt wurde auf den Blechblasinstrumenten Cornet, Es-Horn, Bass und Euphonium, begleitet von Pauke und Bongo.

Sonja Furter
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Barbara Güttinger dirigiert die Musikgesellschaft Dintikon
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Die Dintiker Mehrzweckhalle füllte sich trotz vieler anderer Anlässe im Dorf
Jahreskonzert der Musikgesellschaft Dintikon
Die Bläser der Musikgesellschaft beim konzentrierten Spiel
Eine gute Tischdeko gehört zu einem gelungenen Konzertabend
Schwyzerörgeli und Akkordeon gehörten zum Motto des Abends

Barbara Güttinger dirigiert die Musikgesellschaft Dintikon

Sonja Furter

Als besondere Überraschung warteten ein Stück mit Alphorn und eines mit Akkordeon und Schwyzerörgeli auf die Zuhörer. Trotz der vielen Anlässe, welche am selben Abend in Dintikon stattfanden, war die Mehrzweckhalle gut gefüllt. Unter den Zuschauern war auch der Gesamtgemeinderat anwesend.

Urchige Stimmung

Bei der Melodie «Swiss Boy» begannen viele Zuhörer zu klatschen und mitzuwippen. Die Musikstücke waren aber nicht das Einzige, was eine urchige Stimmung aufkommen liess. Der Präsident des Orchesters trat bei seinem Solostück in origineller Verkleidung auf. Schwarze Mütze, ein übergrosses Hemd, eine braune Pluderhose, ein rotes Taschentuch und klobige Wanderschuhe lösten beim einen oder anderen Zuhörer ein Schmunzeln aus. Der Alphornist Beat Huber hingegen betrat beim Stück «Swiss Lady» von Peter Reber die Bühne in traditioneller Schweizer Tracht. In den Ansagen zwischen den Musikstücken wurden Bauernregeln und Witze zum Besten gegeben.

Ein schräger Vogel

Ein Stück war aus der Sicht eines schrägen Vogels gespielt – dem Kuckuck. Im Stück «Guggerzytli» füllte das «Kuckuck, Kuckuck!» den Saal, und die Blechblasinstrumente verblassten förmlich neben der Flöte, die dem Kuckuck ihre Stimme lieh.

Anton Wey führte durchs Programm. Zwischen den einzelnen Stücken flocht er immer wieder Witze ein und verriet dem Publikum sogar, was es alles für eine gute Stimmung brauche: «Einen schönen Ort, eine gute Tischdeko, gutes Essen, Risikofreudigkeit bei der Tombola, das Publikum und was das Glück vollkommen macht: die Musik. Und die machen wir.»

Witz bewies Wey auch beim Hinweisen auf die Tombola: «Wenn Sie nicht sofort einen Treffer haben – kaufen Sie noch mehr Lose!» Dies wurde während der Pause dann auch fleissig getan. Und wer nicht gerade ein Los kaufte, gönnte sich eines der Kuchenstücke.

Über 3500 Proben

Eine ganz besondere Ehrung erhielt Hans Tanner. Der 82-Jährige war 1952 in die Musikgesellschaft Dintikon eingetreten und spielt bereits seit 60 Jahren mit. Über 3500 Proben hat er miterlebt und mit seiner Begeisterung auch Tochter und Enkel angesteckt. Diese spielten ebenfalls am Konzert mit.

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