Chlorothalonil
Ist die ganze Wasserversorgung in Fahrwangen unbrauchbar?

Die Wasserleitungen in Fahrwangen sind nicht mehr in bestem Zustand. Zudem bereiten die hohen Chlorothalonilwerte Sorgen.

Urs Helbling
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Fahrwangen ist überdurchschnittlich stark von der Chlorothalonil-Problematik betroffen.

Fahrwangen ist überdurchschnittlich stark von der Chlorothalonil-Problematik betroffen.

Keystone

Die Fahrwanger Wasserversorgung ist in mehrfacher Hinsicht ein Sorgenkind: Einerseits sind, wie der Gemeinderat in den Gemeindeversammlungsunterlagen schreibt, «mehrere Wasserleitungen in mangelhaftem und/oder kritischen Zustand». Andererseits ist die Gemeinde überdurchschnittlich stark von der Chlorothalonil-Problematik betroffen. Zwei Quellen mussten bereits abgestellt werden. Und jetzt stufte der Bundesrat alle Chlorothalonil-Abbauprodukte als toxisch relevant ein. «Sollte daran festgehalten werden, müsste Fahrwangen die ganze Wasserversorgung vollkommen überdenken und neue Bezugsquellen suchen», schreibt der Gemeinderat. Aufgegleist ist bereits ein Bezug aus dem künftigen Seewasserwerk von Meisterschwanden.

Die Wasserversorgung wird in den nächsten Jahren grosse finanzielle Mittel benötigen. Der Gemeinderat beantragt, die Anschlussgebühren von 13,5 auf 20 Franken zu erhöhen (plus 48%). Preisüberwacher Stefan Meierhans empfiehlt ein etappenweises Vorgehen mit einer Erhöhung von vorerst bis 20 Prozent.