Lenzburg
Irrfahrt auf Drogen? Beschuldigter streitet ab, am Steuer gefahren zu sein

Ein Autolenker fiel verschiedenen Personen durch seine Fahrweise auf. Er fuhr Schlangenlinien und verursachte mindestens eine Kollision. Als die Polizei ihn zu Hause kontrollierte, bestritt er gefahren zu sein.

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Der besagte Lenker fuhr einen silbernen Alfa Rimeo (Symbolbild).

Der besagte Lenker fuhr einen silbernen Alfa Rimeo (Symbolbild).

Alex Spichale

Einer Automobilistin fiel am Mittwoch gegen 17 Uhr zwischen Seon und Lenzburg ein silberfarbener Alfa Romeo auf, weil er Schlangenlinie fuhr. Als das Auto eingangs Lenzburg gar auf das Trottoir fuhr, erstatte die Frau Meldung bei der Kantonspolizei.

Wenige Minuten später rief ein Automobilist bei der Einsatzzentrale an. Wie er mitteilte, sei sein Wagen beim Freiämterplatz in Lenzburg von einem silberfarbenen Auto gestreift worden. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, sei der Unbekannte weitergefahren.

Aufgrund der Wahrscheinlichkeit, dass beide Meldungen mit demselben Auto zu tun haben könnten, versuchte die Kantonspolizei, den Halter des Alfa zu überprüfen. Der 36-jährige Schweizer blieb vorerst verschwunden und konnte erst spät am Abend an seinem Wohnort im Bezirk Lenzburg angetroffen werden.

Am Alfa des 36-Jährigen stellten die Polizisten tatsächlich einen Schaden fest. Von einer Kollision in Lenzburg wollte er allerdings nichts wissen. Im Weiteren führte die Polizei bei ihm einen Drogenschnelltest durch. Da dieser positiv ausfiel, musste er im Spital eine Blut- und Urinprobe abgeben.

Die Polizisten nahmen ihm den Führerausweis zu Handen des Strassenverkehrsamtes ab. Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim sucht Augenzeugen, denen der silberfarbene Alfa Romeo aufgefallen ist. Insbesondere werden zwei junge Frauen gesucht, die in einem schwarzen Kleinwagen in Lenzburg hinter dem Alfa unterwegs waren. (az)