Meisterschwanden
Investor zum Dorfzentrum: «Mit freiem Herzen in die Zukunft investieren»

Als Grundstein wurde der Behälter in einem feierlichen Akt in das Fundament des neuen Meisterschwander Dorfzentrums einbetoniert. In das Zentrum zieht dereinst auch die Gemeindeverwaltung ein.

Fritz Thut
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Vizeammann Ueli Haller, einer der «Väter des Projekts», übernimmt das Einbetonieren des «Grundsteins» des Meisterschwander Dorfzentrums. tf

Vizeammann Ueli Haller, einer der «Väter des Projekts», übernimmt das Einbetonieren des «Grundsteins» des Meisterschwander Dorfzentrums. tf

Die grösste Baugrube im Seetal enthält seit Montag einen Aluminiumkoffer mit aktuellen Dokumenten – unter anderem einer Montag-Ausgabe der Aargauer Zeitung. Als Grundstein wurde der Behälter in einem feierlichen Akt in das Fundament des neuen Meisterschwander Dorfzentrums einbetoniert.

Mit dem Projekt soll das Manko eines markanten Zentrums behoben werden. Es umfasst 40 Wohnungen, die Gemeindeverwaltung, eine Filiale von Coop und Hypothekarbank Lenzburg, weitere Dienstleistungsflächen und einen Begegnungsplatz.

Fast ein «historischer Anlass»

Nahezu alle Redner an der Grundsteinlegung erinnerten an die lange Entstehungsgeschichte. «Heute müsste eigentlich schon die Eröffnung des Coop-Ladens gefeiert werden», erinnerte René Meyer von der Generalunternehmensgruppe Priora an einen früheren Zeitplan.

Raffael Brogna, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Priora Generalunternehmung, trauerte als im Freiamt aufgewachsener Einwohner des Bezirks Lenzburg ein wenig der geopferten «Pfyfe-Bar» nach, rühmte jedoch jene, die hier eine Vision bis zur Realisierungsreife gebracht hatten: «Ich hoffe, das wird eine Perle im Portefeuille des Investors.»

Gemeindeammann Kurt Kaufmann strich heraus, dass diese Version «bei der Bevölkerung Anklang gefunden» habe. Aus heutiger Sicht könne man von Glück reden, dass frühere Projekte zurückgezogen oder von der Gemeindeversammlung abgelehnt wurden.

Im letzten Dezember wurden alle Baubewilligungen rechtskräftig und auch die letzten Bedenken von gewissen kantonalen Stellen, hier könnten sich noch Altlasten einer vermuteten früheren Tankstelle befinden, konnten spätestens mit den Aushubarbeiten beseitigt werden. Gemäss Kaufmann könne man nun «fast von einem historischen Anlass» für die Gemeinde reden.

Der Gemeindeammann dankte auch den Anwohnern und Nachbarn, die ebenfalls zur Grundsteinlegung eingeladen waren, für ihr Verständnis und die Geduld, die während der nun beginnenden Bauzeit nötig sein werden.

Vizeammann am Betonkübel

Der Rheinfelder Architekt Rudolf Vogel erinnerte sich an seinen Start mit dem Meisterschwander Dorfzentrum im Jahr 2009: «Daraus hat sich eine spannende Geschichte ergeben», in der man auch die geplanten Grossvorhaben auf dem Areal in die eher kleinräumige Umgebung habe einpassen müssen.

Mit drei Orientierungsabenden habe man jene Transparenz erreicht, die schliesslich zu einer 98-prozentigen Zustimmung der Stimmbürger geführt habe.

Laurin Fäh als Investor gemahnte alle Beteiligten zu Teamwork und Herzblut: «Man muss von freiem Herzen in die Zukunft investieren, damit etwas gelingen kann.»

Schliesslich übernahm Vizeammann Ueli Haller, einer der «Väter des Projekts» das Zepter, als es darum ging, den Grundsteinkoffer einzubetonieren.

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