Egliswil
In Teich gefahren: 77-Jähriger hatte Fahrausweis erst seit zehn Tagen wieder

Nach einem Abstecher in einen Egliswiler Teich stellt sich heraus, dass dies nicht der erste Unfall des 77-jährigen Fahrers war. Ob er in Zukunft weiter Auto fahren will, weiss er noch nicht.

Merken
Drucken
Teilen

Als Josef Abegg am Samstag nach dem Einkauf beim Volg Egliswil aus dem Parkplatz fahren wollte, passierte etwas Unerwartetes. Anstatt kontrolliert aus dem Parkplatz hinauszufahren beschleunigte der Rentner. Er schoss mit seinem PW rückwärts über die Strasse hinaus, einen 50 Meter langen Abhang hinunter und landet schliesslich in einem Teich.

Dem 77-Jährigen ist nichts passiert. Der Schreck steckt ihm jedoch noch tief in den Knochen, vor dem Gespräch mit Tele M1 muss er sich zuerst einen Schluck Hochprozentiges genehmigen.

Während der wilden Fahrt schossen Josef Abegg einige Gedanken durch den Kopf: «Ich hoffte, dass ich an einem rechten Ort ankommen würde und nicht in in einen Baum fahre. Den Weiher habe ich gar nicht gesehen.»

77-jähriger Rentner landet mit seinem Auto im Teich
8 Bilder
Er wurde dabei nicht verletzt.
Ohne nass zu werden, wurde der Rentner aus dem Auto befreit.
Den Führerausweis hat er aber vorerst los.
Diesen Berghang ab fährt das Auto rückwärts in den Teich.
Der Rentner fuhr ungebremst in einen Teich.

77-jähriger Rentner landet mit seinem Auto im Teich

Adrian Remund

Gas oder Bremse

Doch wie konnte es zu diesem Unfall kommen? Der Rentner ist sich auch nicht ganz sicher, wie er gegenüber Tele M1 erklärt: «Es könnte sein, dass ich auf dem Gas gewesen bin statt auf der Bremse. Ich kann es nicht sagen.»

Der pensionierte SBB-Angestellte lässt sich durch die Irrfahrt nicht aus der Ruhe bringen, wie die Anwohner, die ihm aus dem Auto helfen wollten, bemerken mussten. Als erstes habe er eine Zigarette geraucht, berichten zwei Nachbarsmädchen. Anschliessend haben die Nachbarn ein Brett gebracht, über das er trockenen Fusses wieder an Land gelangen konnte.

Die Frage, ob er in Zukunft noch Auto fahren will, kann Abegg nicht eindeutig beantworten: «Im Moment sehe ich deutlich, dass ich nicht mehr Auto fahren werde. Aber das kann sich wieder ändern, vielleicht kaufe ich mir ein kleineres Auto.» Körperlich fühle er sich auf jeden Fall genug fit, um sich ans Steuer zu setzen.

Das letzte Wort gebührt in dieser Angelegenheit dem Strassenverkehrsamt. Abegg will sich zuerst einmal beim Besitzer des Weihers entschuldigen und für die Hilfe bedanken. (jgl)