Stolz schauen sich Stefan Wicki, der Präsident des Trägervereins Jugendtreff Niederlenz, Dianna Tartoni, eines der Vorstandsmitglieder, und der freiwillige Jugendarbeiter Jan Götschi im Raum um. Auch diese Woche wurde wieder viel Arbeit geleistet. «Am Samstag haben wir noch geputzt und die letzte Standesaufnahme gemacht», erzählt Wicki. Bereits am Dienstag seien die Arbeiten erledigt gewesen.

Am 24. Januar 2006 hielt der Trägerverein Jugendtreff Niederlenz seine erste Sitzung ab. Fast sieben Jahre und drei Anträge an den Gemeinderat später ist der Verein stark gewachsen. Er zählt mittlerweile über 100 Mitglieder. Die wichtigsten Gönner sind die Gemeinde Niederlenz, wie auch die reformierte und katholische Kirche.

Jugend entdeckte Leidenschaft

Der Jugendtreff hat endlich Gestalt angenommen. Nächsten Samstag öffnen sich die Tore. «Eigentlich haben wir schon seit April geöffnet», sagt Wicki und lacht. Bis Ende März waren im Lokal noch Wohnwagen parkiert. Ab dem 10. April haben Jugendliche in Verbindung mit dem Ferienpass den Umbau gestartet. Die Decken und Wände wurden herunter gewaschen; ganze Mauern aufgebaut; eine Bar und ein DJ-Pult errichtet.

«Abgesehen von der Lüftung und den Sanitäranlagen wurde alles von Jugendlichen und freiwilligen Erwachsenen gemacht», erklärt Wicki. Der Verein hatte Unterstützung von 22 Erwachsenen und 27 Jugendlichen. «Man kann sich nicht mehr vorstellen, dass hier eine Garage war», staunt Wicki.

Die Jugendlichen konnten ihre Kreativität und Fähigkeiten in den neuen Jugendtreff stecken. «Sie hatten Spass an den Umbauarbeiten», sagt Tartoni. So habe ein Junge seine Leidenschaft als Maurer entdeckt.
44 000 Franken wurden von der Gemeinde für die Bauarbeiten zur Verfügung gestellt. Nun müssen noch die Kabel für die Boxen verlegt und Getränke eingekauft werden. Die Helfer konnten ihr Werk noch nicht betrachten. Dazu dient die Eröffnungsfeier am nächsten Samstag.

Niederlenz braucht ein Jugendtreff

Der Jugendtreff soll einen guten Ruf haben, deswegen wurde vorgesorgt: Hinter dem Eingangstor befindet sich zusätzlich eine Mauer, um Lärmemissionen zu vermeiden. Bezüglich Abfall wird jede PET-Flasche mit einem Farbpunkt versehen, sodass bei rumliegenden Flaschen nachgewiesen werden kann, ob sie vom Jugendtreff stammen.

«Es hat sich gelohnt», da sind sich die Drei einig. Nach dem zweiten Antrag an den Gemeinderat hätten sie fast aufgegeben und wollten den Verein wieder auflösen. Doch dann kamen an die anschliessende Generalversammlung unter dem Motto «Sein oder Nicht-Sein» so viele Leute, dass noch ein letzter Versuch gestartet wurde. Nun nach sieben Jahren durchhalten, steht der Jugendtreff.