az Leserwandern 2011
In Lenzburg gabs Kafi und Gipfeli, in Villmergen ein kühles «Erusbacher»

Nach der Flachetappe zum Auftakt wurden die Teilnehmer der az Leserwanderungen am Dienstag deutlich mehr gefordert. Auf der rund 11 Kilometer langen zweiten Etappe von Lenzburg nach Villmergen kamen einige der rund 100 Wanderer ins Schwitzen.

Fritz Thut
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Zweite Etappe az-Leserwandern 2011 Start der Etappe beim Schloss Lenzburg.
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Zweite Etappe az-Leserwandern 2011 Die az-Leserwanderschar zieht vor dem Schloss Lenzburg Richtung Aussichtspunkt Gofi.
So schön war die erste Etappe des az-Leserwanderns
Zweite Etappe az-Leserwandern 2011 Fabienne Vollenweider vom Tourismusbüro Lenzburg-Seetal informiert auf dem Gofi über Sehenswürdigkeiten und ihre Angebote.
Zweite Etappe az-Leserwandern 2011 Weiter geht die Wanderung Richtung Villmergen.
Zweite Etappe az-Leserwandern 2011 Weiter geht die Wanderung Richtung Villmergen.

Zweite Etappe az-Leserwandern 2011 Start der Etappe beim Schloss Lenzburg.

Die Schweisstropfen perlen liess der «Bergpreis» vor dem Etappenziel; vor allem der steile Aufstieg nach der Dintiker Waldhütte. Doch der angenehme Weg, der meist durch den kühlenden Wald führte, die Aus- und Einblicke, die selbst vielen Wanderern aus der engeren Region Überraschungen bereithielten, und die formidable Verpflegung am Ziel entschädigten für die Anstrengungen.

Viele Info-Häppchen zum Auftakt

Selbst Kaffee und Gipfeli am Start mussten gestern verdient werden. Der Aufstieg zum Schloss muss im Vor-Lift-Zeitalter noch hart erkämpft werden, doch im idyllischen Schlosshof warteten nicht nur die Erfrischung, sondern auch geistige Erquickung: Kurator Thomas Rorato und Museumspädagogin Andrea Dettling lieferten in knapp einer Viertelstunde einen Abriss über die Geschichte des Schlosses und seiner illustrer Bewohner.

Gegen 10 Uhr machten sich 103 Wanderer auf dem Weg und schon nach kurzer Zeit gab es weitere Informationshäppchen: Auf dem Goffersberg, von den Lenzburgern liebevoll Gofi genannt, orientierte Fabienne Vollenweider vom Tourismusbüro Lenzburg-Seetal über Sehenswürdigkeiten wie etwa den Esterliturm.

Anschliessend nahm Hans-Peter Müller, der ehemalige Direktor der SWL Energie AG, die Gesellschaft auf eine Zeitreise mit, indem er über die geologische Entstehungsgeschichte der typischen Hügel am untern Ende des Seetals referierte.

Viele Gemeinsamkeiten

Via Wildenstein und Ammerswil führte die Wanderung zur Hauptsache auf den Wegen der Forstbetriebe Lenzia und Rietenberg in den Zielort Villmergen. Wie am Vortag die Stadt Lenzburg liess sich auch diesmal der Zielort nicht lumpen und versorgte die durstigen Wanderer umgehend mit Tranksame - und da durfte das örtliche «Erusbacher» natürlich nicht fehlen. Weggeschwitzte Kalorien konnten mit Fleischkäse, Kartoffelsalat und Fruchtwähe aus der Küche des Seniorenzentrums Obere Mühle ersetzt werden.

In der Vorstellung des Zielortes durch Gemeinderat Markus Keller konnte man überraschend viele Gemeinsamkeiten mit dem Startort entdecken: Nicht nur das Alterszentrum heisst hier gleich wie in Lenzburg, auch die nahezu unbremsbare Entwicklung ist beiden Gemeinden gemeinsam. Keller: «Wir stehen fast unter einem Bau-Schock.»

Eine solche Formulierung würde Stadtammann Hans Huber, der die Wanderung wie auch AZ-Medien-Verleger Peter Wanner (samt Hund Adonis) absolvierte, nie verwenden. Für Wanner wars übrigens eine Premiere: 2010 war er in den Ferien und konnte nie mitwandern.

az Leserwandern 2011

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