In der Nacht von Donnerstag auf Freitag übersprayten Unbekannte rund ein Dutzend Pro Tempo 30-Plakate im Dorf mit roter Farbe Einige davon wurden sogar entfernt. «Die Lage spitzt sich zu, die Gegenkampagne droht in einer Schlammschlacht zu enden», schreibt der Verein Pro Tempo 30. Bisher sei nur die Abstimmungswerbung auf öffentlichem Grund betroffen gewesen.

Inzwischen blieben auch die Plakate bei privaten Liegenschaften nicht verschont. «Es sind Sachschäden mit Kostenfolgen entstanden, die nach einer Strafanzeige rufen», so der Verein. Er prüft eine Anzeige gegen Unbekannt, was die verschmierten Plakate betrifft. Danebst führen die Befürworter von Tempo 30 ihre Pro Kampagne «unbeirrt» weiter. «Wir lassen uns in den verbleibenden zwei Wochen bis zur Abstimmung nicht von den Gegnern einschüchtern.»

Die Gegner von Tempo 30 hätten ihre Anhänger nicht im Griff, schreibt der Verein Pro Tempo 30. «Die Situation droht zu eskalieren: Zahlreiche Posts auf der Facebook-Seite der Gegner zeugen von einer äusserst mangelhaften Diskussionskultur, die den nötigen Respekt und die von ihnen selbst proklamierte Fairness in einem Abstimmungskampf vermissen lassen.» Echte Gegenargumente gegen Tempo 30 seien kein auszumachen, was eine konstruktive Diskussion praktisch verunmögliche, schreiben die Befürworter von Tempo 30. (bA)