Die Standortwechsel sind für die «Augentreff-Schneider AG» Ausdruck der dynamischen Anpassung von Angebot und Nachfrage. Geblieben sind indes Qualität, kompetente Beratung – und eine treue Stammkundschaft.

Von einer Ex-Bäckerei …

Der Start in Lenzburg durch Roland Schneider erfolgte 1973 in der ehemaligen Bäckerei Kull am Kronenplatz. In bescheidenen Platzverhältnissen, wo alles noch etwas provisorisch wirkte, zog er sein erstes selbstständiges Geschäft auf, das indes nach drei Jahren schon zu eng wurde.

Der Sprung 1976 an die Kirchgasse 24, wo bisher Elisabeth Brütsch Mercerie- und Bébé-Artikel verkauft hatte, bedeutete für den eidg. dipl. Augenoptikermeister mehr als nur eine Züglete, sondern die Konsolidierung nach der Bewährung. Im Dekor Orange und Palisander war nun alles gross und grosszügig.

Der neuartige «Brillenturm» mit Platz für rund 1000 Fassungen war das «Herzstück»; das Angebot wurde darüber hinaus auf optische Instrumente ausgeweitet. Die Presse schrieb damals, mit den drei Schaufenstern in der Kirchgasse werde das Fachgeschäft der neuen Einkaufsstrasse im Zentrum der Stadt wohl neuen Impuls geben.

Im Jahr 2000 bedeutete der «Schritt um die Ecke» in die Rathausgasse 3 in die ehemalige Drogerie Gryzlak auch einen grossen Schritt in der Firmengeschichte. Hier firmierte Schneider Optik nach dem aktiven Eintritt von Sohn Thomas unter dem Namen «Augentreff-Schneider AG».

Der Familienbetrieb deckte neue Bedürfnisse der Kundschaft ab. Entsprechend der optischen und personellen Verjüngung des Geschäftes wurde auch das Brillensortiment mit bekannten Designernamen ergänzt. Entsprechend der Tendenz, eine Brille nicht nur als unumgänglichen Gebrauchsgegenstand, sondern auch als modisches Accessoire oder gar Schmuckstück zu tragen. Mit Thomas Schneider steht der Kundschaft auch ein ausgesprochener Kontaktlinsen-Spezialist zur Verfügung.

… in eine Ex-Bäckerei

Die (vorläufig?) letzte Station führte die blühende Firma im Jahr 2011 zurück in die Kirchgasse – zufälligerweise wieder in eine ehemalige Bäckerei (Ortelli). Das Ladengeschäft mit integrierter Werkstatt im gründlich sanierten Parterre des Eckhauses eröffnet der Kundschaft im wahrsten Wortsinn eine neue Optik: Ein Cheminée verbreitet im Winter wohlige Atmosphäre.

Die Nutzfläche konnte auf 120 Quadratmeter erweitert und Raum für modernste technische Hilfsmittel gewonnen werden. Im Zentrum steht der lange Verkaufstisch mit zwei Beratungsplätzen.

Die neueste Errungenschaft ist der DNEye Scanner, welcher zum Anpassen der Brillengläser sozusagen einen «digitalen Fingerabdruck» liefert, wie Thomas Schneider stolz erklärt. Das Sortiment wird durch die Wearlite-Brillengläser erweitert, ein Schweizer Produkt aus einem Guss mit garantiert glatter Oberfläche. Neu bietet Schneider handgemachte Holzbrillengestelle aus dem Südtirol an.

Zum Jubiläum wird nächste Woche ein täglich wechselndes Rahmenprogramm zum Motto «vor 40 Jahren» angeboten: Cocktail-Abend, Kinder-Nachmittag, Abba-Film, James- Bond-Filme und Oldtimer-Show in der Kirchgasse.