Bereits im Juni 2017 lag ein erstes Baugesuch auf. Damals gab es Einsprachen. Neu sind die Mehrfamilienhäuser bis 1,7 Meter weniger hoch. Das Baugesuch liegt bis zum 13. Mai auf. Der Baubeginn ist im optimalen Fall für Anfang des nächsten Jahres geplant. Sämtliche Wohnungen sind als Mietwohnungen vorgesehen.

Das Restaurant Egli an der Seenger- strasse in Egliswil steht schon seit einigen Jahren leer. Grundeigentümer der Parzelle 521 ist eine Eigentümergemeinschaft aus Zürich. Sie ist auch Verfasserin des Projekts. Geplant sind auf dem Areal, das mitten im Dorfzentrum liegt, vier Mehrfamilienhäuser mit 26 Wohnungen, inklusive einer Tiefgarage mit 30 Abstellplätzen. Oberirdisch sind fünf Abstellplätze vorgesehen. Die Baukosten werden auf 7 Millionen Franken beziffert.

Satteldach mit Tondachziegeln

Die Mehrfamilienhäuser sollen drei Stockwerke hoch sein, plus Dachgeschoss. Laut Baugesuchsmappe entstehen sieben 2,5-Zimmer-Wohnungen, 15 3,5-Zimmer-Wohnungen und vier 4,5-Zimmer-Wohnungen. Unter den Mehrfamilienhäusern verlaufen zwei Untergeschosse. Auf der Ebene -2 sind gemäss Bauplan 25 Kellerabteile und weitere Räume vorgesehen; auf der Ebene -1 die Tiefgarage. Das Baugesuch sieht Satteldächer mit Tondachziegeln vor.

Auf der Parzelle stehen momentan noch drei Gebäude. Für die Realisierung des Projekts müssen Gebäude Nr. 18 und 19 abgebrochen werden. Eines der Gebäude wurde in den letzten Jahren von der Gemeinde Egliswil als Asylunterkunft genutzt. Auf Anfrage der AZ erklärte Gemeindeammann Rolf Jäggi: «Für die Asylbewerber muss die Gemeinde nun eine neue Unterkunft finden.»

Wohnzimmer statt Säli

Beim Gebäude Nr. 17 handelt es sich um das ehemalige Restaurant Egli. Die Anfänge des «Egli» reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Lange Zeit wurde es von der Familie Weber geführt und später von verschiedenen Pächtern. Laut Baugesuch wird das Gebäude nicht abgerissen, sondern saniert und in ein Mehrfamilienhaus umgebaut. Dabei bleiben die steinerne Treppe und der Eingang zum ehemaligen Restaurant erhalten. Dies habe der Gemeinderat sehr positiv aufgenommen, sagt Gemeindeammann Rolf Jäggi: «Es freut uns, dass damit ein Teil der Geschichte Egliswils bestehen bleiben soll.»