Lenzburgiade

Im Gedenken an einen Freund: «Er hätte es gewollt, dass wir das Konzert geniessen»

Landammann Stephan Attiger hielt am Dienstag auf Schloss Lenzburg keine gewöhnliche Begrüssungsrede.

Die Fanfaren sind das Signal für Landammann Stephan Attiger. Die Gäste im Schatten der Bäume auf Schloss Lenzburg verstummen, letzte Apéro-Häppchen verschwinden in den Mündern. Attiger betritt die kleine Bühne. «Erlauben Sie mir, dass ich an diesem Tag keine gewöhnliche Rede halte.»

Erst Stunden zuvor hat er vom Tod seines ehemaligen Regierungsratskollegen Roland Brogli erfahren. Attiger ist überzeugt, dass Brogli gestern Abend dabei gewesen wäre. «Er ist ein Freund der Lenzburgiade und hätte es genossen, hier unter den Menschen zu sein.»

Es sei aber nicht der Tag und Anlass für eine abschliessende Würdigung seines Kollegen. «Ausserdem wage ich zu behaupten, er hätte es gewollt, dass wir das Konzert geniessen.»

Bevor Attiger das Wort übergibt, lädt er ein, im Gedenken an den lieben Freund und Wegbegleiter kurz innezuhalten.

Fernziel Tenorblockflöte

Auch Gastgeber Pascal Koradi, Direktionspräsident des Hauptsponsors Aargauische Kantonalbank, würdigt Brogli, der die AKB im Bankrat mehr als zehn Jahre mitgeprägt habe. «Die AKB-Familie wird ihn als grossartigen Mann in Erinnerung behalten.»

Es folgt der Schwenk zur Musik, sie war schliesslich der Grund, aufs Schloss zu steigen. Er musiziere nicht, sagt Koradi. Zwar habe er einmal Blockflöte gespielt und das Fernziel Tenorblockflöte verfolgt. «Aber im gegenseitigen Einvernehmen wurde entschieden, dass ich mich auf die Seite des Publikums schlage.»

Das tat er auch am Dienstag, zusammen mit den Gästen lauschte er spanischer Musik aus der Renaissance. Konzertbericht morgen im Kulturteil

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