Niederlenz
Im Cholechäller werden zum Saisonstart feurige Tangoklänge zu hören sein

Mit einem feurigen Tangoabend startet der Cholechäller am nächsten Samstag in die neue Saison: Mit dem Duo Zisman/Fulgido treten zwei junge Musiker auf, die das Kulturlokal schon vor drei Jahren beehrt hatten.

Markus Christen
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Die Niederlenzer Kulturkommission freut auf die neue, in Orange gehaltene Cholechäller-Saison. mch

Die Niederlenzer Kulturkommission freut auf die neue, in Orange gehaltene Cholechäller-Saison. mch

«Mit dem Duo Zisman/Fulgido dürfen wir dem Publikum zum Auftakt der neuen Spielsaison zwei junge, hoch talentierte Musiker präsentieren», sagt Felix Burkard von der siebenköpfigen Niederlenzer Kulturkommission, die für das Programm im Cholechäller verantwortlich zeichnet.

Der argentinisch-schweizerische Doppelbürger Michael Zisman hat dem stimmungsvollen Kulturlokal an der Niederlenzer Hauptstrasse bereits vor drei Jahren einen Besuch abgestattet. Am kommenden Samstag tritt der in verschiedenen Formationen tätige und in Argentinien ausgebildete Virtuose auf dem Bandoneon auf die Bühne, zusammen mit dem Gitarristen Sebastien Fulgido.

Zum Besten geben werden die beiden Musiker feurig-temperamentvolle Klänge und Melodien im Stile des am Jazz orientierten Tango nuevo.

Begrüsst wird das Publikum zur ersten Darbietung der neuen Spielsaison traditionsgemäss mit einem Apéro ab 19 Uhr.

Brisante Dreiecksbeziehung

Spielplan

Samstag, 18. Januar (mit Apéro ab 19 Uhr): Zisman/Fulgido mit «Soul Tango Invasion».
Samstag, 22. Februar, 20.15 Uhr: Ménage à Trois mit «Ich will alles vom Leben».
Samstag, 8. März, 20.15 Uhr: Spitzl-Kabarett.
Samstag, 29. März, 20.15 Uhr: Duo Calva mit «Zwei für Eins - ein Streichkonzert für zwei Celli».
Sonntag, 30. März, 11 Uhr: Figurentheater Margrit Gysin mit «Der Murr».
Samstag, 26. April, 20.15 Uhr: LesTak - Due Soli. Tragikomisches Theater.
Samstag, 24. Mai, 20.15 Uhr: Strohmann-Kauz mit «Landfroue-Hydrant». (Mch)
Internet: www.cholechaeller.ch

Dem eigenen Anspruch, eine möglichst breit gefächerte Auswahl an Künstlern vorzustellen und die Zuschauer mit vielleicht noch weniger bekannten Gesichtern und Stimmen vertraut zu machen, wird die Kulturkommission auch in diesem Jahr gerecht.

Die Schauspielerin Annette Wunsch ist Ende Februar zu Gast im Cholechäller – mit dem Zeugnis einer leidenschaftlichen Dreiecksbeziehung im Gepäck. Sie liest aus dem autobiografischen Roman «Die Mandarins von Paris» von Simone de Beauvoir, in dem die Ikone der Frauenemanzipation ihre Beziehungen zu Jean-Paul Sartre und zum Schriftsteller Nelson Agren literarisch verarbeitet. Begleitet wird Annette Wunsch von Alexandre Pelichet und Polina Lubchanskaya mit französischen Chansons und Klaviermusik.

Wie im letzten Jahr, als die Kulturkommission die Zuhörer im Cholechäller mit einem für den jeweiligen Anlass ausgesuchten Getränk verköstigte, wartet auch heuer eine schmackhafte Überraschung auf das Publikum. «Inspiriert von unserem Plakat rücken wir die Farbe Orange in den Fokus und servieren passende Drinks», sagt Corinne Wyss, Präsidentin der Kulturkommission.

Marktgerecht komponiert

Derweil setzt das Programm im März auf kabarettistische Darbietungen. Der Kölner Kai Spitzl kommentiert mit spitzer Feder Gesellschaft und Politik. «Die Auftritte von Kai Spitzl in der Schweiz sind selten. Das Engagement eines Kabarettisten aus Deutschland erlaubt es uns, auch einmal über das heimische Schaffen hinauszublicken», so Corinne Wyss.

Der Cellist Daniel Schaerer stammt aus Lenzburg. Zusammen mit Alain Schudel, ebenfalls am Cello, wird er am 29. März Beethovens Neunte marktgerecht komponieren und die einzelnen Töne verkaufen.

Ihr neues Stück, das im Dezember Premiere feierte, zeigt am 30. März Margrit Gysin, die Grande Dame des Figurentheaters. Die poetische Geschichte um den Knaben Murr richtet sich an Kinder und Erwachsene.

Um sprachliche Differenzen und Missverständnisse dreht sich das tragikomische Theater von LesTak – Due Soli, in dem sich der Schweizer Lukas Larcher und der Italiener Dante Carbini auf einem Friedhof begegnen.

Den Abschluss des neuen Kulturprogramms machen die Kabarettisten Strohmann-Kauz am 24. Mai mit «Landfroue-Hydrant»; eine Aufführung, welche die Mühen des Alters zum Thema hat.

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