Birrwil

«Ich verstehe das nicht»: Landbesitzer ist bestürzt über geköpfte Seerosen am Hallwilersee

Seerosen-Vandalismus im Hallwilersee

Seerosen-Vandalismus im Hallwilersee

Dutzende der geschützten Pflanzen haben Unbekannte bei Birrwil ausgerissen und im Wald entsorgt. Der Landbesitzer hat einen bösen Verdacht.

Beim Ufer des Hallwilersees bedeckt ein Seerosenteppich das Gewässer. In Birrwil haben Vandalen Dutzende der geschützten Pflanzen herausgerissen. Der Landbesitzer ist fassungslos und hat einen Verdacht.

Der Hallwilersee ist besonders an heissen Tagen, wie wir sie momentan erleben, sehr beliebt. Bädeler, Böötler und Biertrinker – alle tummeln sich am und im Hallwilersee. Dass jeder Sorge zu der schönen Landschaft trägt, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Doch anscheinend ist nicht allen am Erhalt der schönen Landschaft gelegen. Im Bereich des Schwaderhofs haben Unbekannte Dutzende Seerosen geköpft. Die Vandalen haben vermutlich vergangenes Wochenende die geschützten Pflanzen herausgerissen und im Wald entsorgt.

Landbesitzer Hansueli Lindenmann ist bestürzt. «Heute reden alle davon, grün zu sein und auf die Umwelt zu achten. Und trotzdem gibt es noch Menschen, die so etwas tun», sagt er zu «Tele M1». 

Er sei schon ziemlich «verruckt» geworden, sagt Lindenmann. Es sei ihm unverständlich, weshalb jemand böswillig die Natur zerstört. Einen Verdacht, wer die Vandalen sind, hat er aber. «Ich vermute, es sind Fischer.» Die Seerosen stören sie beim Angeln, die Haken verheddern sich im Seerosenteppich. Sind die Pflanzen weg, können sie ungestört ihre Köder auswerfen.

Doch das sei keine Rechtfertigung. Am Hallwilersee habe es genügend Platz zum Fischen. Da müsse nicht ausgerechnet an den Stellen geangelt werden, wo die Seerosen wachsen.

Lindenmann hofft, dass die Pflanzen überleben. Wenn sie sich erholen können und sie dann in Ruhe gelassen werden, wäre es möglich, dass sie in einem Jahr wieder beim Stand wie vor dem Vandalenakt sind. 

Die Polizei ermittelt im Fall, hat aber noch niemanden festgenommen. Werden die Übeltäter gefasst, droht ihnen bis zu einem Jahr Gefängnis. (zam)

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