Staufen

«Ich erfülle mir hier einen Bubentraum»: Dieser Aargauer eröffnet ein grosses Billard-Center

Daniel Holliger in seinem zukünftigen Billard-Center «Kiss-Shot» in Staufen.

Daniel Holliger in seinem zukünftigen Billard-Center «Kiss-Shot» in Staufen.

Im ehemaligen «LeShop»-Gebäude in Staufen wird Daniel Holliger ein sehr grosses Billard-Center eröffnen. Der 52-Jährige plant, dort Turniere zu veranstalten, mit Profis aber auch mit Laien.

«Hier wird alles noch neu gemacht, die vorherigen Mieter sind erst vor zwei Wochen raus», erklärt Daniel Holliger, während er durch die noch etwas triste ehemalige Lagerhalle schreitet. Wo heute noch Beton dominiert, sollen in naher Zukunft 24 Billard- und Snooker Tische stehen, dazu kommen Dartscheiben und ein Barbereich.

«Hier werden 1400 Quadratmeter Boden verlegt», erklärt Holliger. Ausserdem wird eine acht Meter lange Bar eingebaut und die Wände werden in verschiedenen Farben gestrichen.

Ende Februar soll Eröffnung gefeiert werden

Der 52-Jährige ist bei seinen Ausführungen sichtlich begeistert: «Ich erfülle mir hier einen Bubentraum», bestätigt er. Momentan arbeitet Bolliger noch als Betriebsleiter in einem KMU in Windisch. Ab Ende Dezember widmet er sich seinem Billard Center «Kiss-Shot». Das Baugesuch dafür lag bis zum Montag auf.

Läuft alles weiterhin nach Plan, eröffnet «Kiss-Shot» in Staufen am 29. Februar 2020 seine Türen. Das Center schafft Holliger vor allem auch für die Jugend. «Ich möchte der Schule Staufen gerne einen Billard-Tisch zur Verfügung stellen, wenn die Gemeinde einverstanden ist. Zudem sollen Jugendliche auch zu einem stark vergünstigten Preis spielen dürfen», so Holliger.

Das «Kiss-Shot» in Staufen ist nicht sein erstes Billard Center. Er war schon am gleichnamigen Center im Säge-Areal in Lenzburg mitbeteiligt, welches 2009 seine Türen schloss.

Als Schiedsrichter mit den besten Spielern am Tisch

Daniel Holligers Liebe zum Snooker besteht schon seit langer Zeit. Er spielte jahrelang selbst Billard und Pool, bis er sich entschied, zusätzlich Snooker-Schiedsrichter zu werden: «Damit hatte ich die Möglichkeit mit den weltbesten Spielern an einem Tisch zu stehen.» Professionelle Spieler sollen auch regelmässig in Staufen vor Ort sein.

Der 52-Jährige plant, Turniere zu veranstalten, mit Profis aber auch mit Laien. «Bei mir sollen sich alle willkommen fühlen, auch jene, die noch nie Billard gespielt haben». Für Einsteiger soll es dann auch Kurse geben, in denen sie lernen, wie das Spiel mit den vielen Kugeln funktioniert. All das will Holliger wenigstens im Jahr 2020 noch alleine machen – ohne weitere Mitarbeiter, sieben Tage die Woche. Ob das nicht ein wenig viel werden könnte? «Wenn man eine Leidenschaft für etwas hat, dann macht man es auch gerne. Natürlich wird es viel Arbeit geben, aber solche, die ich gerne mache.»

Zudem habe er auch Kollegen, die bei Bedarf sicher mal aushelfen würden. Der Business-Plan für das «Kiss-Shot» liegt schon jahrelang in Daniel Holligers Schublade, gefehlt hat es ihm nur am perfekten Platz. «Mein bester Freund und ich haben abgemacht, dass wir unsere Business-Pläne spätestens mit 55 Jahren verbrennen und die Idee verwerfen», so Holliger. Als der gebürtige Suhrer dann 2018 nach Staufen zog, fiel ihm die ehemalige «LeShop»-Filiale ins Auge. Das Billard Center wird im Untergeschoss sein, weil im Erdgeschoss die Lichteinstrahlung zu hoch wäre.

Neuzuzüger als potenzielle Kunden

Angst, mit seinem Projekt zu scheitern, hat Daniel Holliger keine: «Sonst dürfte ich es gar nicht machen.»

Holliger ist überzeugt, dass sein Billard-Center viele Kunden anziehen kann. «Vor allem mit den ganzen Neuzuzügern, die hier in der Nähen wohnen. Zudem hat es in Staufen vor allem für die Jugend nicht viel, das möchte ich ändern.»

Essen wird Holliger im «Kiss-Shot» keines servieren. «Ich bin kein Gastronom und Tiefkühlpizzen schmecken einfach nie gut», erklärt er. Er überlasse das Essen lieber den Profis. Er strebe eine Zusammenarbeit mit lokalen Lieferdiensten an. «Dann können sich die Besucher ihr Essen gleich hierher bestellen.» Holliger konzentriert sich lieber auf den Billard-Betrieb. «Wir werden die Bar so platzieren, dass ich alles im Blick habe.»

Anja Suter

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