In den Köpfen der Menschen ist die «Hypi» die sympathische Bank von nebenan, bei welcher man die Geschäfte im persönlichen Kontakt erledigt. Nun wird vermehrt auf die digitale Schiene gesetzt. Der Spagat zwischen der traditionellen Welt und der mobilen der Zukunft ist gross.

Gerhard Hanhart: Die «Hypi» wird das Traditionelle weiterpflegen, so wie wir das in der Vergangenheit gemacht haben. Die Kunden bekommen die Dienstleistung in der von ihnen gewünschten Form auch in Zukunft. Die nun ausformulierte Strategie des hybriden Geschäftsmodells ist lediglich die Weiterentwicklung eines Schrittes, den die Bank in den vergangenen Jahren erfolgreich vorangetrieben hat. Es ist so: Die digitale Entwicklung findet statt. Und mit ihr verändern sich Kundenbedürfnisse. Einzahlungen, Zahlungsaufträge und Börsengeschäfte werden heute häufig von weiten Bevölkerungskreisen elektronisch erledigt. Wir müssen uns vor Augen halten, dass diese Entwicklung weitergeht. Heute schon verfügen die Bewohner in modernen Alterszentren in ihren Zimmern über einen Internetanschluss.

Ist bei dieser Zweigleisigkeit die Gefahr des Verzettelns nicht zu gross?

Nein, ich glaube nicht. Mit der definierten Strategie hält die «Hypi» mit bei der Entwicklung in die Neuzeit.

Sind zwei so verschiedene Geschäfts-Kulturen in einer kleinen Bank wie der «Hypi» überhaupt unter einen Hut zu bringen?

Ich sehe da kein Identifikations-Problem für die Mitarbeitenden. Mit der IT-Spezialistin Marianne Wildi als CEO wird der digitale Fortschritt in der «Hypi» jeden Tag von oben vorgelebt. Und jeder Mitarbeiter ist auch ein Bankkunde – er lebt also täglich mit dieser Entwicklung.