Lenzburg

«Hypi»-Chefin Marianne Wildi ist trotz Gewinnrückgang verhalten optimistisch

Marianne Wildi ist Vorsitzendende der Geschäftsleitung der Hypothekarbank Lenzburg.

Marianne Wildi ist Vorsitzendende der Geschäftsleitung der Hypothekarbank Lenzburg.

Die Regionalbank meldet einen Gewinnrückgang im ersten Semester. Während die Zinsmarge sinkt, steigen die Kosten um knapp zehn Prozent.

Die Hypothekarbank Lenzburg ist in der Coronapandemie bis jetzt mit einem blauen Auge davongekommen. «Auf das bankeigene Kreditportfolio (Ausleihungen an Kunden) hatte die Coronakrise bisher kaum Auswirkungen», schreibt die von CEO Marianne Wildi geführte Bank in der Medienmitteilung zu ihrem Halbjahresabschluss 2019. Die vorgenommenen Wertberichtigungen von 0,5 Millionen Franken stünden nicht in direktem Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, heisst es. Hingegen geht die «Hypi» davon aus, dass die Krise weitere Folgen haben wird. «Die Bank rechnet damit, dass im zweiten Halbjahr 2020 und 2021 wegen der Coronakrise zusätzliche Wertberichtigungen auf Ausleihungen anfallen könnten», hält sie in ihrem Ausblick fest.

«Wir haben im ersten Halbjahr in einem schwierigen Umfeld ein ansprechendes Resultat erzielt», lässt sich Marianne Wildi zitieren. Mit 8,6 Millionen Franken lag der Reingewinn 13,5 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode. Der Rückgang wäre noch grösser ausgefallen, hätte die «Hypi» in der Zeit der coronabedingten Börsenturbulenzen ihre Finanzanlagen nicht geschickt bewirtschaftet. Unter dem Strich resultierte ein Nettogewinn von 2,2 Millionen Franken.

Zinsmarge unter einem Prozent

Die Ausleihungen an Kunden konnten um 2,9 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken gesteigert werden. Primär in Form von Hypotheken. Die Refinanzierung war kein Problem, weil das Wachstum der Kundeneinlagen noch grösser war, als dasjenige der Kredite. Allerdings bleibt dieses Geschäft hart: Die für die «Hypi» wichtige Zinsmarge sank von 1,03 auf 0,99 Prozent.

Die Bank mit ihrem hybriden Geschäftsmodell hat weiterhin einen hohen Investitionsbedarf. Die Kosten stiegen um 9,9 Prozent auf 26,1 Millionen Franken. Diese Entwicklung kommt nicht unerwartet und resultiert aus dem früher gefällten strategischen Entscheid der Bank, die Digitalisierung von Bankdienstleistungen, in die dazu benötigten Ressourcen und Technologien sowie in den Ausbau der Infrastruktur für Kundenberatung zu investieren.

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