Die Regionalbus Lenzburg AG (RBL) hatte am Montag gleich doppeltes Pech. Kurz vor 17 Uhr rammte ein Bus am Hypiplatz einen der Poller, die sich für den Busverkehr automatisch senken und heben. Die Hintergründe dieses Zwischenfalls sind noch unklar.

Knüppeldick kam es Minuten später für den Chauffeur der Linie 390 nach Bettwil: Um 17.01 Uhr fuhr dieser vom Hypiplatz auf den Poller zu, der bislang immer den Weg freigegeben hatte. Es rumpelte, der Poller schliff 15 Meter den Unterboden entlang und schlitzte die Ölwanne auf. Der Bus kam zum Stillstand und musste abgeschleppt werden.

Wegen des ausgelaufenen Öls wurde die Regio-Feuerwehr aufgeboten. Der Schaden ist enorm: «Unser Hybrid-Gelenkbus ist massiv beschädigt und bleibt vorläufig in der Werkstatt», sagt RBL-Geschäftsführer René Bossard. Die Höhe des Schadens sei noch unklar. «Beschädigt ist zudem auch der andere Bus, der vorgängig mit dem Poller kollidiert war.»

Am Poller selbst entstand laut Kantonspolizei ein Schaden von über 20 000 Franken. Derzeit wird abgeklärt, ob der Poller nicht richtig funktioniert hatte oder menschliches Versagen Grund für die Unfälle sind. Hilfe kommt hier von Regionalbus Lenzburg: Am Hybrid-Bus war zufällig eine Front-Kamera installiert. Die Aufnahmen sollen zeigen, in welcher Stellung der Poller war, als der Bus darüber fuhr.

Weniger Unfalle wegen Pollern

Es ist das zweite Mal, dass am Hypiplatz ein Bus mit einem Poller kollidiert. Die 2006 installierte Sperre zwischen neuer Begegnungszone und Bahnhofstrasse hatte vor allem in den ersten Jahren die Autofahrer auf Trab gehalten. Kaum gestellt, war der erste Poller zerschellt. Ortsunkundige Autofahrer, die dem Bus blind in die neu gesperrte Altstadt folgten, wurden vom aufsteigenden Poller überrascht. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt.