Hunzenschwil
Tagesstrukturen ziehen in den «Frohsinn»: Bald sind die Räume bereit für die Kinder

Das ehemalige Restaurant wird ab Montag umgenutzt. Auf die Kinder warten neu eingerichtete Räume zum Spielen, Ausruhen und Hausaufgaben machen. Von der Gaststube wurde jedoch einiges beibehalten – etwa der Zapfhahn, aus dem nun Wasser statt Bier fliesst.

Valérie Jost
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Antonia Rosenberg, Geschäftsleitungsmitglied der Betreiberin K&F Kits GmbH (links), und Standortleiterin Corina Burkart mit dem neuen Krämerladen, der auch zur Post umfunktioniert werden kann.

Antonia Rosenberg, Geschäftsleitungsmitglied der Betreiberin K&F Kits GmbH (links), und Standortleiterin Corina Burkart mit dem neuen Krämerladen, der auch zur Post umfunktioniert werden kann.

Valérie Jost

Ab Schulstart nächsten Montag zieht hier definitiv Leben ein: Das ehemalige Restaurant Frohsinn in Hunzenschwil wird dieser Tage zur Tagesstruktur für die Kindergarten- und Schulkinder umfunktioniert. Antonia Rosenberg, Geschäftsleitungsmitglied der Betreiberin K&F Kits GmbH, und Standortverantwortliche Corina Burkart sind mit den letzten Einrichtungsarbeiten beschäftigt.

«Der Standort hier ist ideal», sagt Antonia Rosenberg. «Wir sind direkt neben der Schule und sogar etwas näher als vorher.» Bisher waren die Tagesstrukturen im Pavillon der Schule untergebracht, der wegen Platzmangels aber wieder als Schulraum genutzt werden muss. Für die beiden Frauen ein Glücksfall: «Wir konnten die Räume dank des Umbaus nach unseren Bedürfnissen mitgestalten und werden dies zusammen mit den Kindern auch weiterhin tun», sagt Corina Burkart.

Corina Burkart (links) und Antonia Rosenberg bei den letzten Einrichtungsarbeiten im Konstruktions- und Kreativraum.

Corina Burkart (links) und Antonia Rosenberg bei den letzten Einrichtungsarbeiten im Konstruktions- und Kreativraum.

Valérie Jost

So wurden die ehemaligen Toiletten beim Eingang zu Garderoben, der Gastraum zum «Chinder-Restaurant Frohsinn» und die Hotelzimmer zu Spiel- und Aufenthaltsräumen. Burkart betont jedoch: «Alle Räume sind multifunktional. So gibt es auch im Gastraum Brettspielregale und Rückzugsorte, an denen beispielsweise Hausaufgaben erledigt werden können.»

Liebevoll eingerichtet sind derweil alle Räume. Teller und Gläser ruhen auf Kinderhöhe, ein neues, grosses Lavabo zum Händewaschen und Zähneputzen ebenso. Vor der ehemaligen Schanktheke liegen Holzstufen bereit, damit die Kinder selbstständig schöpfen können. In einem Zimmer lädt eine kleine Bühne und zig Verkleidungsgegenstände zum Rollenspiel ein, weiter hinten wartet ein Konstruktions- und Kreativraum voller Materialien.

Auf der Schiefertafel des Jassteppichs steht noch das letzte Resultat

Das «Chinder-Restaurant» trägt aussen schon die neue Beschriftung.

Das «Chinder-Restaurant» trägt aussen schon die neue Beschriftung.

Valérie Jost

Vom ehemaligen Restaurant wurde jedoch auch vieles erhalten. So das Mobiliar im Gastraum, sogar inklusive Zapfhahn – «aus dem fliesst jetzt aber kein Bier mehr, sondern Trinkwasser», erklärt Antonia Rosenberg. Ebenso hängen an einer Wand noch die alten Garderobenhaken, sogar der Jassteppich mit der Schiefertafel des allerletzten Ergebnisses ist noch da. Für Rosenberg ein grosses Plus ist die Gartenterrasse: «Das haben nicht viele Tagesstrukturen, dass die mit den Kindern auch draussen essen können.»

Betreut werden hier je nach Tageszeit zwischen maximal 20 und 30 Kindern ab dem Kindergartenalter bis zur 6. Klasse. «Einige Plätze fürs neue Schuljahr haben wir noch», sagt Corina Burkart. Angeboten werden Früh-, Mittags-, Nachmittags-, Randstunden- und Ferienbetreuung.

Bezahlt hat den Umbau die Gemeinde, der bewilligte Kredit betrug 475'000 Franken. Offiziell eingeweiht werden die neuen Räume bei einem Fest am 20. August mit Kinderschminken, Glace-Dekorieren sowie Glücksrad.