Bauamt

Hunzenschwil braucht einen vierten Arbeiter

Die Gemeinde Hunzenschwil hat Personalausbaubedarf. (Archiv)

Die Gemeinde Hunzenschwil hat Personalausbaubedarf. (Archiv)

Das Bauamt in Hunzenschwil ist unterbesetzt. Die Gmeind soll am Freitag eine zusätzliche Stelle bewilligen.

Für den Gemeinderat Hunzenschwil ist der Fall klar – und er weiss dank einer Analyse, dass es externe Experten gleich sehen. Das Bauamt ist mit heute drei Stellen unterbesetzt. Der Gemeinderat beantragt deshalb der Gemeindeversammlung vom Freitag, 16. Juni (20 Uhr, alte Turnhalle) die Schaffung einer 100-Prozent-Stelle. Der Bestand von heute drei Mitarbeitern sei das absolute Minimum, da aus Gründen der Arbeitsplatzsicherheit vielfach zwei Personen zusammen eine Tätigkeit ausüben müssten. Etwa bei Arbeiten in Kanalisationsschächten oder unter Verkehr. Zudem seien unvorhergesehene Absenzen nicht abgedeckt. Weiter müsse ein Leiter Werkhof wesentlich mehr administrative Arbeiten erledigen als noch vor ein paar Jahren. Etwa punkto Arbeitssicherheit, Kostenbewusstsein und Controlling.

Laut den externen Experten müssten eigentlich zwei bis drei zusätzliche Jobs geschaffen werden. «In der Analyse wurde berechnet, dass der Werkhof alleine über vier Mitarbeiter verfügen müsste und für die Wasserversorgung und den Liegenschaftsunterhalt noch ein bis zwei Mitarbeiter benötigt würden», schreibt der Gemeinderat in der Vorlage an die Stimmbürger.

Operativ deutlich besser

Hunzenschwil kann sich die eine neue Stelle leisten. Der Steuerfuss liegt bei 95 Prozent. Und die finanzielle Lage ist laut Gemeinderat nicht derart alarmierend, wie es das Defizit von 507'200 Franken (budgetiert war ein kleiner Überschuss von 25'750 Franken) vermuten liesse. «Verschiedene Kennzahlen, wie das operative Ergebnis, welches sich um rund 700'000 Franken verbesserte, deuten auf eine Entspannung hin», schreibt der Gemeinderat in seinen Erläuterungen zur Jahresrechnung. Die Aufhebung der Aufwertungsreserven und der damit verbundene, starke Anstieg der Abschreibungen, seien schwierig in eine ausgeglichene Rechnung umzusetzen. «Kaum vorhersehbare Ereignisse, wie die verschärfte Aufnahmepflicht von Asylsuchenden, oder die Berechnung von juristischen Steuern, hatten grosse Auswirkungen – leider auf der falschen Seite», so der Gemeinderat. Während die Steuereinnahmen von natürlichen Personen um 325'000 Franken über Budget lagen, erreichten die Steuerzahlungen der juristischen Personen mit 1,13 Millionen Franken nur 63 Prozent des budgetierten Betrages.

Die Genehmigung von Verwaltungsrechnung und Rechenschaftsbericht 2016 dürfte an der Gmeind ebenso Formsache sein, wie die drei Kreditabrechnungen aus dem Bereich Wasser, die allesamt mit teils grossen Unterschreitungen abschlossen. Die Investitionen ins Wassernetz sollen weitergehen: Der Gemeinderat beantragt 110'000 Franken für den Ersatz der Leitung Mattrain.

Neu ein Kinderbetreuungsreglement

Ein gewichtiges Traktandum an der Gemeindeversammlung Hunzenschwil ist das Kinderbetreuungsregelement, mit dem die Umsetzung des des neuen kantonalen Kinderbetreuungsgesetzes in die Wege geleitet werden soll. Das Interessanteste, das Elternbeitragsreglement, ist allerdings nicht Sache der Stimmbürger. Es liegt in der Kompetenz des Gemeinderates. Im Reglement wird festgehalten: «Die Erziehungsberechtigten tragen die Kosten der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung. Ihr Beitrag ist höchstens kostendeckend.» Und: Die Betreuung soll auch ausserhalb der Gemeinde möglich sein: «Die Gemeinde Hunzenschwil beteiligt sich unabhängig vom Betreuungsort nach Massgabe der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Erziehungsberechtigten an den Kosten der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung.»

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