Meisterschwanden
Hotelier Felix Suhner gibt die operative Leitung ab

Die «Seerose» bekommt mit Tina Halbeisen eine neue Geschäftsführerin. Auf Felix Suhner folgt Tina Halbeisen, die bisher seine Stellvertreterin war. Suhner wird sich auf eine andere Aufgabe konzentrieren.

Fritz Thut
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Felix Suhner gibt am Samstag die operative Leitung des «Seerose Resort & Spa» an Tina Halbeisen ab.

Felix Suhner gibt am Samstag die operative Leitung des «Seerose Resort & Spa» an Tina Halbeisen ab.

Jiri Reiner

Am 1. November 1994 übernahm Felix Suhner die Verantwortung für die «Seerose». Nun, nach exakt 20 Geschäftsjahren und gut zwei Wochen nach dem 50. Geburtstag, gibt er die Verantwortung für das Tagesgeschäft an seine bisherige Stellvertreterin Tina Halbeisen weiter. «Es hat gut gepasst», erklärt er die Wahl des Ablösungszeitpunktes.

Suhner will sich künftig ganz auf die strategische Ausrichtung der vor zwei Jahren gegründeten «Balance Hotels»-Gruppe konzentrieren: «Unsere kleine, feine Gruppe soll sich weiterentwickeln.» Die Stossrichtung kann man besser definieren, wenn man sich nicht gleichzeitig ums Operative kümmern muss.

Kontinuität mit interner Lösung

Nicht nur der Termin hat gepasst, auch die personelle Konstellation. Mit Tina Halbeisen hat Felix Suhner eine «engagierte und herzliche Teamplayerin, die die Erfolgsgeschichte der ‹Seerose› weiterführen wird», gefunden.

Die gebürtige Baselbieterin arbeitet seit elf Jahren in der «Seerose». 2003 hat sie – als sie nach dem Heranwachsen ihrer inzwischen erwachsenen Söhne eine neue berufliche Herausforderung suchte – als stellvertretende Leiterin Hauswirtschaft angefangen. Parallel zum Erklimmen der Karriereleiter über die Leitung Hauswirtschaft, Leitung Hotel und stellvertretende Geschäftsführung absolvierte Halbeisen berufsbegleitend Weiterbildungen bis hin zur «Dipl. Hotelmanagerin NDS HF» im Jahr 2012.

Gemäss ihrer Aussage steckt in der «Seerose» schon «viel Herzblut» der künftigen Geschäftsführerin: «Ich habe in den letzten Jahren an den hier gültigen Werten mitgearbeitet und kann mich voll mit ihnen identifizieren», hält sie fest. Diese Werte liegen Hotelier Suhner ebenfalls sehr am Herzen und mit der internen Nachfolgeregelung hat er Gewähr für Kontinuität: «Mit einem Externen hätte die Gefahr bestanden, dass sich das Hotel in eine andere Richtung entwickeln würde.»

Tina Halbeisen wird die «Seerose»-Philosophie weiterpflegen und will bei der Balance eigene Akzente setzen: «Man kann nur erfolgreich sein, wenn alle Elemente im Gleichgewicht sind: Für zufriedene Gäste braucht es zufriedene Mitarbeiter.» Persönlich hält sie zudem die beiden Werte Achtsamkeit und Klarheit hoch.

«Ein aussergewöhnlicher Weg»

Sowohl Felix Suhner wie auch seine Nachfolgerin sind sich bewusst, dass die Berufung der ehemaligen Hauswirtschaftsleiterin zur Hotelgeschäftsführerin «einen aussergewöhnlichen Weg» darstellt. Doch der Unternehmer zählt gleich mehrere Gründe für die getroffene Wahl auf: «Die Führungsqualität ist entscheidend und dies ist ihre grosse Stärke.»

Tina Halbeisen sei ehrgeizig und habe sich «mit immer frischen Aufgaben stets weiterentwickelt». Im Weiteren attestiert Suhner seiner Nachfolgerin gesunden Ehrgeiz und viel Umsetzungspower. Für die künftige «Seerose»-Chefin spielt ihr Einstieg in die Hotelbranche aktuell keine Rolle mehr: «Je höher man kommt, desto weniger ist das Fachwissen gefragt. Entscheidend sind Führungs-, Sozial- und Selbstkompetenz.»

Vom Brand zum «Cocon»

Mit dem Rückzug vom Tagesgeschäft geht für Felix Suhner eine intensive Phase zu Ende, die hauptsächlich geprägt ist von Ausbau und Expansion. Doch es gab auch Rückschläge: «Der Brand der ‹Seerose› am 24. Dezember 1998 war ein einschneidendes Erlebnis, bei dem ich aber viel gelernt habe.»

Auf der andern Seite steht die Einweihung des neuen Hoteltrakts «Cocon», mit dem die «Seerose» im letzten Jahr den Schritt zum Wellness-Resort vollzogen hat. In Meisterschwanden ist der Betrieb mit 130 Vollzeitstellen und 180 Mitarbeitenden in Spitzenzeiten der grösste Arbeitgeber.

Die ganze «Balance»-Gruppe zählt gar 230 Stellen. Der Umsatz stieg auf 30 Millionen Franken und in den letzten Jahren wurden 60 Millionen Franken investiert. Doch Zahlen sind nicht zentral. Suhner: «Zufriedene Gäste sind das höchste Ziel.»

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