Lenzburg
Hofmann nimmt Gemeinderäte aus der Region in die Pflicht: «Gestalten, nicht nur verwalten»

Regierungsrat Urs Hofmann nahm am Montagabend 154 neu- und wiedergewählte Gemeinderäte der Bezirke Aarau und Lenzburg in Pflicht.

Ruth Steiner
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Regierungsrat Urs Hofmann und Yvonne Reichlin, Leiterin Gemeindeabteilung, bei der Vereidigung der Gemeinderatsmitglieder im Alten Gemeindesaal. Sandra Ardizzone

Regierungsrat Urs Hofmann und Yvonne Reichlin, Leiterin Gemeindeabteilung, bei der Vereidigung der Gemeinderatsmitglieder im Alten Gemeindesaal. Sandra Ardizzone

Sandra Ardizzone

«Regieren heisst in erster Linie gestalten, entwerfen, zur Diskussion stellen und nicht einfach nur verwalten», rief Regierungsrat Urs Hofmann gestern Abend den neu- und wiedergewählten Ammännern, Vizeammännern und Gemeinderäten im Alten Gemeindesaal in Lenzburg zu. In einer schlichten, mit dem Duo Passione musikalisch und Weisswein und Häppchen kulinarisch umrahmten Feier wurden die Gemeindebehörden aus den Bezirken Aarau und Lenzburg vom Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres in Pflicht genommen.

Ermunternde Worte gab es dann von den Präsidenten der Gemeindeammännervereinigung der beiden Bezirke. «Sie sind jetzt an den Schaltstellen und können Ihren Lebensraum mitgestalten. Das ist eine privilegierte Tätigkeit», sagte der Hausherr, Stadtammann Daniel Mosimann. Und er unterstrich seine Worte mit einem kleinen Zahlenspiel: In 213 (ab dem 1. Januar sind es noch 212) Gemeinden im Kanton Aargau wohnen etwa 650'000 Menschen. Davon sind rund 1100 Gemeinderäte.

Beat Rüetschi, noch Gemeindepräsident in Suhr, doppelte nach: «Ich habe grosse Achtung vor allen, die sich zur Verfügung stellen, ihre Gemeinde weiterzuentwickeln.» Das sei eine schwierige Aufgabe geworden, in einer Zeit, in welcher die Bürger nach tieferen Steuern riefen und gleichzeitig mehr Lebensqualität in der Gemeinde verlangten. Rüetschi mahnte zudem, vermehrt wieder den Kontakt mit den Kollegen von andern Gemeinden zu pflegen. «Die Solidarität unter den Gemeinden hat in den vergangenen Jahren gelitten. Das muss sich wieder ändern.»

Beim anschliessenden Appell der einzelnen Gemeinden gehörte die Kantonshauptstadt zu den grossen Abwesenden. Die Stadträte aus Aarau waren in der gleichzeitig stattfindenden Einwohnerratssitzung absorbiert und wurden deshalb gar nicht erst aufgerufen.

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