Othmarsingen

«Hölli 5» wird abgerissen und durch Neubauten ersetzt

Die Liegenschaft mit den grünen Läden verschwindet.

Die Liegenschaft mit den grünen Läden verschwindet.

Das Dorfzentrum von Othmarsingen bekommt zwei Mehrfamilienhäuser. Das Projekt hat die Bauherrschaft herausgefordert.

An der Hauptstrasse von Othmarsingen, zwischen Volg und Primarschule, steht das Haus mit der Adresse Hölli 5. Seine knallgrünen Fensterläden erinnern an bessere Tage, als es noch keinen Kontrast zu einer heruntergekommenen grauen Fassade gab.

Nun ist seine Zeit bald vorbei. Denn im März beginnen an seiner Stelle die Bauarbeiten für zwei Mehrfamilienhäuser mit je acht Wohnungen. «Die Planung war eine Herausforderung», sagt Adrian Mayr des verantwortlichen Immobilienunternehmens Immo Mayr aus Spreitenbach. 2012 gestartet, wurde das Projekt nach einer Zonenplanrevision drei Jahr später noch einmal komplett überarbeitet. «In der Kernzone reden natürlich viele Leute mit, da dauert es etwas länger», erklärt Adrian Mayr.

Schiebeläden markieren die Vergangenheit.

Schiebeläden markieren die Vergangenheit.

Wegrecht aus dem Jahr 1912

Ein Hindernis waren auch jahrzehntealte Dienstbarkeiten, die das Unternehmen vorsichtshalber vor Baubeginn recherchiert und geklärt hat. Das könnte sich gelohnt haben, denn, so erzählt es Adrian Mayr, die verschiedenen eingetragenen Dienstbarkeiten für die Bauparzelle reichten bis ins Jahr 1912 zurück. Damals ins Grundbuch eingetragen wurde das Recht, die Parzelle mit der Pferdekutsche zu befahren. Und ein weiteres Wegrecht aus vergangenen Zeiten sah einen Pfad quer über die Parzelle vor. «Das hätte peinlich werden können», schmunzelt Mayr.

Nachdem die Hindernisse nun aus dem Weg geräumt sind, kann das Projekt realisiert werden. Die ersten Wohnungen dürften laut Plan im dritten Quartal 2019 bezugsbereit sein, das Bauende ist für Ende 2019 vorgesehen. Entstehen werden insgesamt acht 3½-Zimmer-Wohnungen, vier 4½-Zimmer-Wohnungen und vier 2 ½-Zimmer-Wohnungen. «An der zentralen Lage sehen wir weniger Familien als Zielpublikum, weshalb die Wohnungen eher etwas kleiner sind», sagt Mayr. Um dem Ortsbildschutz gerecht zu werden, haben sich die Bauherren hie und da etwas einfallen lassen. So erinnern beispielsweise moderne Schiebeläden anstelle von Storen auch in Zukunft an die markanten grünen Fensterläden der heutigen Liegenschaft Hölli Nummer 5.

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