Es ist wie so oft im Leben. Des einen Freud ist der anderen Leid. In der neusten Produktion der Theatergemeinschaft Tangram aus Rupperswil hört diese leidige Freude auf den Namen Lara. Für den rüstigen Millionär Eugen Hammerschmidt bedeutet seine Frischangetraute ein junges, attraktives Glück zum Lebensabend.

Für die erpresserische Ex-Frau und die verschwenderische Schwester von Eugen hingegen stellt Lara eine einzige Bedrohung dar. Schliesslich basiert ihre ganze Zukunftsplanung allein auf der Aussicht auf das Hammerschmidt’sche Erbe. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, soll nun eben Lara nicht mehr sein. Die aber, selbst alles andere als zimperlich, wenn die konspirative Konkurrenz ihren Weg kreuzt, agiert in der Villa Hammerschmidt nach ganz eigenen Regeln. Bei der intrigengespickten Kriminalkomödie «Laras Plan», die am 1. März im Aarehaus Premiere feiert, darf sich das Publikum auf viele Überraschungsmomente freuen. Denn in der Villa Hammerschmidt spielen alle mit gezinkten Karten oder haben noch ein Ass im Ärmel. Zum ersten Mal steht die Theatergemeinschaft Tangram für den Dreiakter «Laras Plan» unter der künstlerischen Leitung von Christoph Hans Egli. Dies, nachdem sich die langjährige Regisseurin Monika Weber mit dem Wunsch nach einer Schaffenspause vorübergehend vom Rupperswiler Bühnentreiben zurückgezogen hatte. Egli, der im luzernischen Nebikon zu Hause und Mitglied des Waldtheaters Brittnau ist, sammelt in Rupperswil seine ersten Regie- erfahrungen. «Den Wunsch, einmal bei einem Amateurtheater Regie zu führen, hegte ich schon länger», sagt er.

Ungewohnte Zusammenarbeit

Die Arbeit mit Tangram sei intensiv und anspruchsvoll, bereite aber auch viel Freude, sagt Egli während einer der letzten Proben vor der Premiere. «Die grösste Herausforderung war für mich eine konzeptuelle: Wie kann ich die Schauspielerinnen und Schauspieler bei den Proben so führen, damit das Bühnenspiel am Ende meinen Vorstellungen entspricht? Und dabei sollten sich die Schauspieler immer als Team fühlen.»

Ursula Rapolani, Präsidentin der Theatergemeinschaft, sagt, Christoph Hans Egli habe frischen Wind ins Amateurensemble gebracht. «Zu Beginn verlief die Probearbeit sicher etwas ungewohnt. Aber die Schauspieler waren sehr aufmerksam und gingen stets auf die Vorschläge des neuen Regisseurs ein.» Ob Christoph Hans Egli auch im kommenden Jahr wieder mit der Theatergemeinschaft zusammenarbeiten wird, steht noch nicht fest. «Aber», sagt er, «ich kann mir sehr gut vorstellen, in Zukunft wieder Regie zu führen.»