Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die Meitli erschienen als Hexen, Blues-Brothers und als Harry Potter verkleidet zum samstäglichen Maskentreiben und füllten die Festlokale in Fahrwangen und Meisterschwanden. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Präsidentinnen der zwei Meitlisonntags-Vereinigungen. Der Entscheid, die Meitlitage in beiden Dörfern gleichzuziehen, sei richtig gewesen, bilanzierten sie gestern Morgen.

«Der rückläufige Trend der vergangenen Jahre konnte heuer aufgefangen werden», sagte Manuela Schneiter in Meisterschwanden. Weil sich immer weniger Frauen für den Brauch begeisterten, hatten die beiden Meitlisonntags-Vereinigungen letztes Jahr die Programmanpassungen beschlossen. In Meisterschwanden seien einige Frauen mehr verkleidet gewesen als bisher. Auch habe ein Lokal mehr mitgemacht im Dorf. In Fahrwangen ist die Zahl der Meitli etwa gleich geblieben. Hier wurde das vor Jahren abgeschaffte Maskentreiben erstmals wieder durchgeführt.

Präsidentin Jeanette Bucher war des Lobes voll. «Es war ein super Abend, ich kann es nicht anders sagen.» Ob der neue Modus mehr Leute ins obere Seetal zu locken vermochte, konnten die beiden Frauen hingegen nicht bestätigen. «Samstagprogramme stehen immer in Konkurrenz zu andern Veranstaltungen», sagte Jeanette Bucher.

Umzugsmotto 2016

Alle vier Jahre führen die Meitlisonntag-Vereinigungen einen gemeinsamen Umzug durch. Das Motto für die Austragung vom 10. Januar 2016 wurde an der diesjährigen Generalversammlung festgelegt. Dazu sagt die Fahrwanger Präsidentin Jeanette Bucher: «Das Thema Jukebox ist laut, lebendig und interessant. Es lässt Spielraum für sehr viel Kreativität.»