Hallwilerseelauf
Herbstklassiker bei Topwetter: Warum es trotz fast 8000 Läufern kein Gedränge geben wird

Der Hallwilerseelauf findet am Samstag zum 43. Mal und bei besten Bedingungen statt. 7600 Läuferinnen und Läufer haben sich bereits angemeldet, Kurzentschlossene können sich noch bis Mitternacht für den Klassiker anmelden.

Janine Gloor
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Locker, entspannt oder ausser Atem? Die Sonne scheint für alle Läufer gleich. Archiv/AZ

Locker, entspannt oder ausser Atem? Die Sonne scheint für alle Läufer gleich. Archiv/AZ

foto-net / Alexander Wagner

Früher liefen alle auf einen Chlapf los. «Peng» und dann führte der Weg 21,1 Kilometer rund um den See. Jahrelang war das der Ablauf des Hallwilerseelaufs. 1974 wurde er erstmals offiziell durchgeführt.

Vorher war die Strecke um den See ein interner Silvesterlauf der Läufergruppe Homberg. Am Stammtisch kam die Idee auf, den Lauf auszuschreiben. Die Geburt des Halbmarathon-Herbstklassikers.

Tausende Teilnehmer und neun Kategorien später findet der Hallwilerseelauf am kommenden Samstag zum 43. Mal statt. «Bis jetzt sind 7600 Anmeldungen eingegangen», sagt Mediensprecher Gianin Müller.

Bis Mitternacht noch läuft die Anmeldefrist, Müller rechnet mit knapp 8000 Anmeldungen. «Das Wetter spielt eine grosse Rolle.» Dieses Jahr wird ein Topwetter vorausgesagt, das den einen oder anderen noch zum Schnüren der Laufschuhe bewegen könnte.

Streckenlängen hat es für jede Ausdauer dabei, beginnend beim Kurzlauf von sieben Kilometern über den 10-Kilometer-Lauf bis zum klassischen Halbmarathon. Wer es gemütlicher und gelenkschonender mag, packt die Stöcke ein und wählt die Disziplin Walking. Diese Kategorien à 7, 11 und 21,1 Kilometer sind allerdings die einzigen, bei denen Gianin Müller eine rückläufige Anmeldequote beobachtet. «Vielleicht ist der Walking-Boom langsam vorbei», mutmasst er.

Chip in Startnummer

Der Hallwilerseelauf hat sich von «alle auf einen Chlapf» zum Klassiker mit moderner Infrastruktur entwickelt. Dank gestaffelten Startblöcken kommt es unterwegs nicht zum Gedränge, die Zeit wird mit einem in der Startnummer integrierten Chip gemessen.

Der 7-Kilometer-Lauf bietet Einsteigern die Möglichkeit, auch auf einer kurzen Distanz Teil dieses Grossanlasses zu sein. Anfang der 2000er-Jahre ist der Erlebnislauf entstanden. «In dieser Kategorie können die Läuferinnen und Läufer einen Halbmarathon ausprobieren», sagt Müller. Ausprobieren heisst: Sie nutzen die gleiche Strecke und Infrastruktur wie die Läufer des Halbmarathons. Doch die Rangliste erfolgt alphabetisch und nicht chronologisch.

Zur Vorbereitung hat Gianin Müller für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die gleichen Ratschläge: «Die Kleidung soll atmungsaktiv sein.» Und nicht zu warm. Im Verlauf des Tages kann es trotz kühlen Morgenstunden warm werden.

Auch wichtig: «Genug trinken.» Nicht alles aufs Mal, sondern in kleineren Portionen. Wie beim Essen rät er, auf Vertrautes zu setzen. «Keine Experimente. Man solle so essen wie im Training.» Das gelte auch für die Bouillon, die am Ziel serviert wird.