Heute standen in Lenzburg P.W. und das ranghohe Hells-Angels-Mitglied M.S. vor Gericht. Der Rocker ist kein unbeschriebenes Blatt, er ist schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Ist allerdings nicht vorbestraft.

Im Mai 2010 hat der Hells Angel sein Opfer P.W. zu Hause aufgesucht. Gemäss der Staatsanwaltschaft wollte er sich an P.W. rächen, weil dieser das Gerücht verbreitet habe, dass M.S. im Drogenhandel tätig sei.

M.S. sucht P.W. zu Hause auf und schlägt zu, unter anderem auch mit dem Sockel eines Boxsackes. Darauf greift P.W. zu seinem Revolver und schiesst seinem Gegner in die Hand.

P.W. soll mindestens einen Teil der Strafe hinter Gitter verbringen. Der Antrag lautet auf eine teilbedingte Gefängnisstrafe von 2.5 Jahren. M.S. soll eine bedingte Gefängnisstrafe von 1.5 Jahren wegen versuchter schwerer Körperverletzung und versuchter Erpressung erhalten. Das Urteil war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. (jgl)

Hells Angels-Mitglied vor Gericht

Hells Angels-Mitglied als Täter und Opfer vor Gericht in Lenzburg.