Hausmittel

Hausmittelchen sind immer noch Frauensache

Im Spycher präsentiert die Spitex den Fortschritt der Hilfsmittel inder Hauspflege. HH

Im Spycher präsentiert die Spitex den Fortschritt der Hilfsmittel inder Hauspflege. HH

Unter dem Titel «Hausmittel und Krankenpflege» eröffnet das Dorfmuseum Rupperswil am Sonntag die neue Saison. Auch die Lindenapotheke, die Spitex und der Samariterverein machen mit.

«Für einmal kein Männerthema», sagt Bernhard Stüdli von der Museumskommission schmunzelnd. Hausmittel und Krankenpflege war und ist primär Frauensache. «Hahn im Korb» von einem halben Dutzend Mitwirkenden an der traditionellen Sonderausstellung über einheimisches Schaffen ist denn auch Badmeister Georges Hächler vom Samariterverein.

Eine Herzenssache

Diese vor 34 Jahren gegründete überregionale Institution mit den Gemeinden Rupperswil, Auenstein und Hunzenschwil mit 25 Mitgliedern zeigt, was «Herzenssache» ist: Der Samariterverein mit Ursula Hofer und anderen Helfern hat im Dorfmuseum eine spektakuläre Präsentation rund um das Herz gestaltet. Lebensgrosse Puppen eröffnen den Besuchern den Blick auf Innereien. Gerätschaften, Orientierungstafeln und ein Film zeigen die Entwicklung bis heute, wo der Defibrillator als omnipräsenter Lebensretter dient.

Ohne Samariter-Präsenz geht nach wie vor kein grösserer Event über die Bühne. Im Fall vom Rupperswiler Dorfmuseum gehört am 8. September auch das Beizli des Vereins dazu.

Moderne Gesundheitsversorgung

Was seit Jahrhunderten Haushalthilfen, Hauspflegerinnen und Gemeindeschwestern uneigennützig leisteten, firmiert heute unter dem Label Spitex und ist je länger desto mehr unverzichtbarer Partner in der Gesundheitsversorgung. In Rupperswil, Hunzenschwil und Auenstein kümmern sich 19 Frauen um das Wohlergehen hilfsbedürftiger Menschen nach dem Arzttermin, dem Spitalaufenthalt oder im vorgerückten Alter mit Aufenthalt zu Hause.

Ein Arsenal an Hilfsmitteln

Die von Regina Bütschi, Silvia Suter und Maya Rohr zusammengestellte Ausstellung im Spycher zeigt eindrücklich und im Massstab 1:1 das aktuelle Arsenal an Hilfsmitteln sowie die Vielfalt an Einsätzen. Was für ein Fortschritt im Vergleich zu den Anfängen.

Technischer Fortschritt

Den Wechselausstellungsraum in Geisse-Emmis historischem Bauernhaus belegt die Rupperswiler Lindenapotheke. Auch hier beeindruckt die Dokumentation der technischen und medizinischen Fortschritte durch Gegenstände, Film, Dokumentationen und Demonstrationen. Der Blick hinter die Kulissen zeigt die Vielfalt von Dienstleistungen und Tätigkeiten in der Branche auf. Ein Wettbewerb lässt die Wahrnehmungen des Publikums überprüfen. «Von unserem Apothekenteam ist an den Öffnungstagen immer jemand da, wir sind gerne zu Auskünften bereit», erklären Apothekerin Marianne Graffeo und Pharma-Assistentin Stephanie Müller.

Sie räumen ein, dass sie damit auch eine gewisse «politische Aktivität» wahrnehmen, «um unseren Berufsstand zu wahren»; die Auseinandersetzung der Apotheken mit den Ärzten betreffend Medikamentenhandel lässt grüssen.

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