Lenzburg
Handy ersetzt unkompliziert das Parkuhr-Münz

Bei fünf Parkuhren auf dem Stadtgebiet können Autofahrer neu mit einem Smartphone die Parkzeit bezahlen. Der Versuch ist auf ein Jahr beschränkt. So funktioniert das Bezahlen mit dem Handy.

Fritz Thut
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Eine der fünf umgerüsteten Handy-Parkuhren in Lenzburg mit von links André Cuttat und Tomy Eng von der Firma smarcom AG, Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau vom Lenzburger Stadtbauamt, und Markus Basler von der Regionalpolizei Lenzburg. tf

Eine der fünf umgerüsteten Handy-Parkuhren in Lenzburg mit von links André Cuttat und Tomy Eng von der Firma smarcom AG, Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau vom Lenzburger Stadtbauamt, und Markus Basler von der Regionalpolizei Lenzburg. tf

Noch mehr als das oft propagierte papierlose Büro beginnt sich der bargeldlose Zahlungsverkehr im Alltag durchzusetzen. Dies gilt auch für die Parkuhren. Oft fehlen hier die passenden Münzen – und das Spekulieren auf eine ausbleibende Kontrolle kann mitunter teuer werden.

In der Stadt Lenzburg bestand bisher die Möglichkeit, die Parkuhr alternativ durch Entwerten der aufladbaren Cash-Wertkarte zu füttern. Dieser Service wird Ende Jahr endgültig eingestellt: «Aus diesem Grund mussten wir uns nach einer neuen Möglichkeit umsehen», hält Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau im Lenzburg Stadtbauamt, fest.

Fündig wurde man bei der Berner Firma smarcom AG. Das System «smarpay@» ermöglicht das Bezahlen von Kleinbeträgen mit dem omnipräsenten Handy via die Mehrwertdienstnummer 2323.

Diese praktische Bezahlart funktioniert bereits bestens bei rund 2000 Selecta-Automaten für Snacks und Getränke bei Tankstellen und auf Bahnhöfen. 200 000 bis 220 000 Bezüge werden monatlich registriert. «Was sich dort bewährt, sollte auch für uns gut genug sein», sagt Brenner.

Verschiedene Vorteile sorgten dafür, dass sich die Stadt Lenzburg als zweite Gemeinde in der Schweiz nach Münsingen BE für das smarpay@-System entschied. Im Gegensatz zum in Aarau vor einigen Jahren gewählten System muss sich hier der Benützer nicht vorgängig registrieren, was entscheidend sei.

Gemäss Markus Basler von der Regionalpolizei Lenzburg ist für die Kontrolle der Parkfelder keine Anpassung nötig. Die Umbaukosten von den bisherigen Cash-Kartenlesern zur neuen Technik sind gering. «Unser System ist zudem wartungsfrei und vandalensicher», erklärt André Cuttat von der Firma smarcom.

Vorerst fünf Parkuhren

In Lenzburg startet man mit einem einjährigen Versuchsbetrieb, um herauszufinden, wie gross die Akzeptanz der neuen Bezahlungsmöglichkeit bei den Autofahrern ist.

Ausgerüstet sind vorerst folgende fünf Parkuhren: Post 1, Bahnhof, Badi, Obere Mühle und Schloss. Es ist laut Brenner nicht ausgeschlossen, dass bereits im Herbst weitere der total 53 Parkuhren in Lenzburg umgerüstet werden.

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