38. Hallwilerseelauf
Hallwilerseelauf als Durchgangsstation zur EM

Schnellste Frau rund um den See war die Chamerin Susanne Rüegger. Dies obwohl es für die 28-Jährige nicht mehr als ein schnelles Training war. In zwei Wochen möchte sie den Marathon von Frankfurt unter 2:50 Stunden laufen.

Rainer Sommerhalder
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Erstmals seit 2006 jubelte bei den Frauen wieder eine Schweizerin vom Siegerpodest. Die 28-jährige Susanne Rüegger war zwar eine Minute langsamer (1:20:47) als vor einem Jahr, trotzdem aber eine Position besser klassiert. 2011 stand ihr die Äthiopierin Worku Tsige vor der Sonne, diesmal hätte sie sich nur selber schlagen können.

Ein Selbstläufer war es für die Chamerin dennoch nicht. Sie kämpfe vom ersten Meter an gegen Seitenstechen und verlor im ersten Renndrittel prompt einige Meter auf Jutta Brod. Aus den Augen verlor sie den 39-jährigen Dauergast an Schweizer Volskläufen aber nie und einer Tempoverschärfung zwei Kilometer vor dem Ziel hatte die Deutsche dann nichts mehr entgegenzusetzen. Bis ins Ziel nahm Rüegger ihrer ersten Verfolgerin noch 25 Sekunden ab. «Am Schluss gibt man einfach alles, da musste ich gar nicht zurückschauen. Das ist meistens ein schlechtes Zeichen», sagte die Innerschweizerin.

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Über 7000 Läufer am 38. Hallwilerseelauf

Alexander Wagner

Beinwil am See war für Susanne Rüegger ohnehin nur Durchgangsstation. In zwei Wochen möchte sie den Marathon von Frankfurt unter 2:50 Stunden laufen. Damit käme sogar eine EM-Teilnahme 2014 in Zürich in den Fokus, denn gute Marathonläuferinnen sind in der Schweiz dünn gesät.

«Klar geistert der Start an einem Grossanlass irgendwo im Hinterkopf herum. Es wäre aber vermessen, nach erst einem absolvierten Marathon (2011 in Tenero: 2:54 Stunden) bereits von einem Ziel zu reden. Dafür muss ich schon noch einen ziemlich grossen Schritt machen. Vorerst bleibt es für mich so etwas wie ein Traum», sagte Rüegger am Ziel ihrer höchst erfolgreichen Trainingsrunde um den Hallwilersee.