An der kommenden Gemeindeversammlung vom 8. November wird Meisterschwanden über das Budget und vier Einbürgerungen befinden. Dazu kommt die Abstimmung über einen Gesamtverpflichtungskredit für verschiedene Leitungssanierungen und Neubauten im Oberdorf.

Das Paket mit einer Kreditsumme über fast 2,9 Millionen Franken umfasst unter anderem die Erschliessung einer geplanten Überbauung an der Ecke Lindenweg/Bahnhofstrasse. Denn dort plant die Villmerger Xaver-Meyer-Gruppe auf zwei zusammenhängenden Parzellen mit insgesamt fast einem Hektar Fläche die Errichtung von Mehrfamilienhäusern.

Das bestätigt die Gemeindekanzlei auf Anfrage. Das Immobilienunternehmen ist Grundeigentümerin und erarbeitet zurzeit ein entsprechendes Baugesuch. Die beiden Parzellen sind seit 2013 der Bauzone zugeteilt, der Erschliessungs- und der Gestaltungsplan wurden letzten Juni vom Regierungsrat genehmigt.

Der Gestaltungsplan mit dem Namen «Am Park» rechnete mit insgesamt 66 neuen Wohnungen und einer Tiefgarage für 101 Fahrzeuge. Die Parkanlagen der angrenzenden Stiftung Gärtnerhaus sorgen für viel Grün, Seesicht gibt es an dieser Lage dafür keine.

Drei Teilprojekte bis 2025

Mit der Erschliessung am Lindenweg plant die Gemeinde nun also den Bau eines Trottoirs, einer Schmutzwasser- und einer Meteorwasserleitung. Sie wird etwas grösser als üblich ausfallen, um auch die anfallenden Wassermengen aus weiteren Leitungen aufnehmen zu können. Denn der Gesamtverpflichtungskredit umfasst drei Projekte, die Erschliessung des Lindenwegs ist eines davon. Das zweite Projekt betrifft den gemäss Entwässerungsplan noch ausstehenden Bau einer Meteorwasserleitung in der an den Lindenweg anschliessenden Sandackerstrasse.

Gleichzeitig soll der Gehweg bis in die Flurengasse verlängert werden. Abschliessend soll mit «Projekt 3» die Meteorwasserleitung in der Bahnhofstrasse bis zum bereits bestehenden Teilstück in der Flurengasse verlängert werden. Dabei würde auch gleich die in die Jahre gekommene Wasserleitung ersetzt. Die drei Teilprojekte sollen zwar einzeln realisiert werden, doch solle mit dem Gesamtkredit die Umsetzung von Anfang an für alle sichergestellt sein, da sie miteinander zusammenhängen.

Die Massnahmen im Lindenweg sollen in den Jahren 2019 bis 2021 umgesetzt werden und sind auf 1,775 Millionen Franken veranschlagt. Für 2022 bis 2023 geplant ist der Bau in der Sandackerstrasse für 510 000 Franken. Und voraussichtlich von 2024 bis 2025 könnten für 580 000 Franken die Leitungen in der Bahnhofstrasse verlegt werden. Das letzte Teilprojekt wird gemeinsam mit dem Kanton koordiniert, der zu diesem Zeitpunkt die Kantonsstrasse sanieren will.

Weiterhin ein Steuerparadies

Der Gemeinderat beantragt für das Budget 2019 einen unveränderten Steuerfuss von 65 Prozent. Damit bliebe Meisterschwanden die Gemeinde mit dem zweittiefsten Steuersatz im Kanton, hinter Oberwil-Lieli (57 Prozent in diesem Jahr). Bei gleichbleibendem Steuersatz würde ein Aufwandüberschuss von voraussichtlich 345 000 Franken resultieren. Das Budget soll von 14,5 auf 14,8 Millionen Franken steigen.

1,8 Millionen Franken werden allein für den Finanzausgleich aufgewendet werden. Der Gesamtsteuerertrag soll weiter steigen und 2019 über 9 Millionen Franken in die Gemeindekassen spülen. Das Nettovermögen pro Einwohner sinkt 2019 gegenüber diesem Jahr marginal und bleibt weiter bei knapp über 3000 Franken, soll aber gemäss aktueller Budgetierung bis 2023 auf noch etwas über 1000 Franken pro Person schrumpfen, erläutert die Gemeinde im Abstimmungsbüchlein, das nächste Woche den Stimmberechtigten zugestellt wird.

Ortsbürger- und Einwohnerversammlung am Donnerstag, 8. November, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Eggen.