Seengen / Hallwil

Hallwiler Bezler sind in Seengen immer noch vorläufig aufgenommen

Die Hallwiler Bezler müssen weiter bangen. (Symbolbild)

Nur vorläufig aufgenommen:

Die Hallwiler Bezler müssen weiter bangen. (Symbolbild)

Seit Mitte August drücken sechs Hallwiler Erstbezler in Seengen die Schulbank, obwohl sie eigentlich Seon zugeteilt worden waren. Grund ist ein hängiger Rekurs. Der Regierungsrat hat diesen noch nicht behandelt, die Eltern sind zuversichtlich.

Seit Jahren treten die Hallwiler 5. Klässler an die Oberstufe der Nachbargemeinde Seengen über, wo sie zuvor bereits die Kreis-Musikschule besucht und in der Freizeit Fussball gespielt haben.

Die Eltern von sechs Hallwiler Fünftklässlern trauten deshalb ihren Augen kaum, als die Seenger Schulleitung ihnen im Frühling mitteilte, dass der Nachwuchs im Sommer die 1. Bez in Seon statt Seengen besuchen werde.

Zu wenig Schüler in Seon

Grund für diesen Entscheid, den Seengen zusammen mit den Schulstandorten Seon und Fahrwangen gefällt hatte: Der Kanton berechnet die Schülerzahlen für die drei Bez-Standorte jeweils zusammen und bewilligte für diese total sechs Abteilungen. Weil Seon aber die Mindestschülerzahl von 16 in seinen zwei Abteilungen nicht erreicht, wurden die sechs Hallwiler Schüler Seon statt Seengen zugeteilt.

«Wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten», sagte der Seenger Schulleiter Urs Bögli im Sommer der az. Der Seoner Gemeinderat hielt damals fest, nicht aktiv um die Hallwiler Schüler geworben zu haben. «Wir wurden über die Aufnahme angefragt, nicht umgekehrt.»

Beschwerde ist noch hängig

Die betroffenen Eltern wehren sich gegen den Entscheid, blitzten aber mit ihrer Beschwerde vor dem Bezirksschulrat ab und gelangten darauf an den Regierungsrat. Weil die Beschwerde damit bei Schulbeginn hängig war, konnten die Hallwiler Schüler doch die Seenger Bezirksschule besuchen - aber nur vorläufig, bis der Regierungsrat entscheidet.

In Aarau ist die Beschwerde derzeit noch hängig, wie das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) auf Anfrage der az mitteilte. Wann der Regierungsrat über diese befindet, steht noch nicht fest.

Damit ist nicht ausgeschlossen, dass die Hallwiler Schüler doch noch von Seengen nach Seon wechseln müssen. Weil die betroffenen Erstbezler jedoch bereits seit sechs Wochen in Seengen die Schulbank drücken und schon im Kennenlern-Lager waren, sind die Eltern zuversichtlich, dass der Regierungsrat «zum Wohl der Kinder» entscheidet, wie es ein betroffener Vater ausdrückt. «Alles andere wäre eine Katastrophe.»

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