Hallwil

Hallwiler Bewohnern stinkts: Sie klagen über schlechte Luft

Wenns stinkt, hält sich frau dieNase zu. So schlimm riecht es in Hallwil aber nicht. Olly-Fotolia

Wenns stinkt, hält sich frau dieNase zu. So schlimm riecht es in Hallwil aber nicht. Olly-Fotolia

Seit Jahren beschweren sich Bewohner vom Mürbequartier über Geruchsimmissionen. Der Gestank soll von einer Glasfabrikation einer benachbarten Gemeinde kommen. Deshalb musste sie neue Filter installieren.

«Im Mürbequartier hat es schon immer gestunken», sagt eine Anwohnerin. Im Sommer, wenn es besonders schlimm sei, müsse sie Fenster und Türen schliessen. Seit Jahren leiden sie und andere Bewohner unter dem Gestank. Ein starker, beissender Geruch, der an verbrannten Gummi erinnert.

Die Geruchsimmissionen kommen von einer Fabrik aus der Nachbargemeinde, die Glasfasern produziert. Die Abluftproblematik solcher Produktionsstätten sei in der ganzen Schweiz bekannt, sagt Heiko Loretan, Leiter der Sektion Luft und Lärm des Departements Bau, Verkehr und Umwelt.

Im Rahmen eines Projekts mit dem Deutschen Wetterdienst wurden neben fünf weiteren Standorten im Aargau auch im Mürbequartier in Hallwil während eines Jahres Staubmessungen durchgeführt. Fazit: In Hallwil wurde die geringste jahresdurchschnittliche Feinstaubbelastung gemessen.

Auch zusätzlich durchgeführte Immissionsmessungen haben gezeigt, dass der Gestank zwar aus der Glasfaserfabrikation stammen kann, jedoch für die Gesundheit unbedenklich ist.

Um die Geruchsbelästigungen zu reduzieren, verlangte der Kanton, dass das betroffene Unternehmen neue Filter installiert. Ob die Massnahmen nützen und die Geruchsimmissionen sinken, wird sich zeigen.

Eine Anwohnerin stellte jedenfalls fest, dass es in den letzten Tagen nicht mehr so gestunken hat wie früher. Der Kanton wird in den kommenden Wochen erneute Tests zu den Geruchsimmissionen durchführen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1