Staufen
Halbzeit für den Bau auf dem Lindenblick: Gibt es wegen der Überbauung «Tempo 50»?

Auf dem ehemaligen Galgenacher von Staufen soll bis April 2018 das Gross-Projekt Lindenblick vollendet werden, nachdem im März 2017 der Spatenstich war.

Patrick Harcuba
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WGL-Vorstandspräsident Charly Suter und Geschäftsführerin Sonja Eshak.

WGL-Vorstandspräsident Charly Suter und Geschäftsführerin Sonja Eshak.

Patrick Harcuba

Vom 22'340 Quadratmeter grossen Grundstück gehören 5881 der Wohnbaugenossenschaft Lenzburg (WGL). Diese wird, auf zwei Häuser verteilt, 38 Wohnungen anbieten.

Bis Ende dieses Monats soll der Dachbau vollendet und mit dem Innenausbau begonnen werden. Die Nähe zum Coop-Logistikzentrum in Schafisheim kommt nicht von ungefähr. Das Projekt, für welches Gesamtkosten von bis zu 18,5 Millionen Franken veranschlagt sind, wird von der Coop-eigenen Stiftung zur Förderung von Wohnbaugenossenschaften mitfinanziert.

Vorrang für Coop-Angestellte

Coop fordert allerdings, dass ihre Mitarbeiter und jene der Coop-nahen Betriebe bei der Vermietung Vorrang erhalten. In den ersten Monaten der Wohnungsvergabe, welche bereits im April beginnen soll, werden also nur Angestellte von Coop als Mieter in Betracht gezogen. Erst ab Oktober soll das Feld auf alle weiteren Bewerber ausgeweitet werden, wobei der Vorrang bestehen bleibt.

Charly Suter, Vorstandspräsident der Wohnbaugenossenschaft, betont: «Die unterschiedliche Behandlung von Coop-Mitarbeitern und ‹normalen Leuten› bezieht sich nur auf die Vorrangstellung im Auswahlverfahren.» Zu den Mietzinsen fügt Suter hinzu: «Die WGL strebt mit diesen Wohnungen keinen grossen Gewinn an, sondern plant, die Wohnungen zum Preis der Kostenmiete anzubieten.»

Direkt vor den Häusern führt die Aarauerstrasse entlang. Bei der Planung wurde versucht, die spätere Lärmbelastung durch Massnahmen wie strassenabgewandtes Bauen zu minimieren. Da momentan auf Höhe des Lindenblicks Tempo 80 gilt, erwägt die WGL, einen Antrag zur Ausweitung der Tempo-50-Zone zu stellen.

Die WGL setzt auch auf erneuerbare Energien: Das ganze Areal des Lindenblicks soll durch die nahegelegene Holzschnitzelanlage geheizt und auf den Dächern der beiden Häuser sollen zwei Photovoltaikanlagen installiert werden. Die WGL hofft, dass bis zum Einzugsdatum am 1. April 2019 für alle Wohnungen Mieter gefunden werden können.