Dreimal wöchentlich nimmt Jsabelle Paolozzi ihre vierbeinige Freundin mit zu ihrer Arbeit im Hospiz Brugg. Dort spendet die 11-jährige Hündin mit ihrer beruhigenden Art den Patienten Trost. Künftig soll im Hospiz auch die neue Terasse ein Ort der Ruhe und Entspannung werden. Was dort allerdings noch fehlt, ist die Begrünung und eine Bedachung. Für Jsabelle Paolozzi ist das Terassen-Projekt zur Herzensangelegenheit geworden. 

Weil sich das Aargauer Hospiz fast zur Hälfte durch Spenden finanziert, ist die 39-Jährige auf die Idee mit dem Hallwilerseelauf gekommen. Gegenüber dem Regionalsender Tele M1 erklärt sie: «Wir möchten hier eine kleine Oase für die Patienten und die Angehörigen schaffen, wo sie Kraft in diesen schweren Stunden tanken können.» 

Am Morgen vor dem Lauf sind die beiden Läuferinnen noch etwas nervös. Ein Halbmarathon (21,1 Kilometer) warten auf die Hospiz-Mitarbeiterin und ihre Valy. Unterwegs verstreut Paolozzi 700 Rosenblätter – eins für jeden Patienten, der seit der Gründung des Hospiz Brugg dort verstorben ist. Beim Schloss Hallwil warten weitere 53 Rosen auf die beiden. Spendewillige konnten im Vorfeld eine dieser Rosen kaufen, um das Terassen-Projekt im Hospiz zu unterstützen. 

Die schönsten Bilder vom Hallwilerseelauf 2017:

Hilfe bei der Verteilung der Rosen erhält die Hospiz-Mitarbeiterin von Doris Gautschi. Die erste Blume widmet Paolozzi denn auch der Mutter von Doris. Sie war nämlich die erste Patientin, die von Valy in ihren letzten Lebensstunden begleitet wurde. «Die Mutter von Doris war der Auslöser für das, was Valy heute macht», so Paolozzi.

Mit den Blumenbouquets laufen die beiden Frauen die letzten sieben Kilometer nach Beinwil zum Ziel des Laufs. Mit ihrer schönen Aktion konnten Jsabelle Paolozzi und Begleithündin Valy über 4000 Franken an Spenden sammeln. (luk)