Seengen

Hälfte des Geldes für Schmiede-Sanierung ist beisammen

Die bemooste Rückwand der Seenger Hammerschmiede, wird – inzwischen von den alten Werkzeugen befreit – als Erstes trockengelegt und erneuert. Mario Heller

Die bemooste Rückwand der Seenger Hammerschmiede, wird – inzwischen von den alten Werkzeugen befreit – als Erstes trockengelegt und erneuert. Mario Heller

Der Verein Hammerschmiede zählt ein Jahr nach der Gründung bereits 155 Mitglieder. Das lässt hoffen, dass schon bald die benötigten rund 750 000 Franken zusammen sind.

Die Hammerschmiede im Seenger Oberdorf ist in der Schweiz mit ihren fünf wassergetriebenen Schmiedehämmern einzigartig. Der 2015 gegründete Verein Hammerschmiede Seengen hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Zeitzeugen der Industriegeschichte zu sanieren und der Nachwelt zu erhalten.

Diese Aufgabe ist nicht einfach, da das für die Kraftübertragung zentrale Element, der gut acht Meter lange Wellbaum, vor wenigen Jahren bei einer Demonstration gebrochen ist. Doch an der ersten Generalversammlung im «Rebstock» sprühten die Vorstandsmitglieder nur so vor Optimismus und steckten damit die 77 anwesenden von inzwischen bereits 155 Mitgliedern an.

Zusage von Kanton und Bund

In seinem Jahresbericht lobte Präsident Jörg Leimgruber den Enthusiasmus bei der Unterstützung durch das Einschreiben ins Mitgliederregister, oder den physischen Einsatz von zahlreichen Helfern bei Arbeitstagen. Zur Sanierung musste der Schmiederaum, der zur Landmaschinenfirma R. Sandmeier AG gehört, ausgeräumt werden. Unzählige Werkzeuge wurden gereinigt, eingeölt und eingelagert. Als Nächstes soll die bemooste Rückwand entwässert und restauriert werden.

Für die Gesamtsanierung braucht es nicht nur Frondienstleister, sondern auch Fachleute, Material und deshalb viel Geld. Kassierin Marianne Wildi konnte vermelden, dass mehr als die Hälfte der benötigten rund 750 000 Franken dank Zusagen von je 200 000 Franken von Kanton und Bund schon beisammen sind. Die Standortgemeinde sprach 30 000 Franken und für später einen jährlichen Unterhaltsbeitrag. Mit Sponsoring von Privaten, Firmen und Stiftungen sowie Vereinsbeiträgen soll der Rest aufgetrieben werden. «Die grosse Summe erscheint nicht mehr unerreichbar», blickte Wildi zuversichtlich in die Zukunft.

Der neue Wellbaum aus französischer Eiche wird bereits vorbereitet und bis im Frühjahr 2018, so Präsident Leimgruber, soll das Werk fertig sein.

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