Lenzburg

Gute Zahlen für 2013, aber Finanz-Paradies ist noch nicht ausgebrochen

Finanzministerin und Vizeammann Franziska Möhl-Wey präsentierte für das Jahr 2014 ein ausgewogenes Lenzburger Budget; wieder kann symbolisch für schlechte Zeiten etwas ins Sparschwein gelegt werden.

Finanzministerin und Vizeammann Franziska Möhl-Wey präsentierte für das Jahr 2014 ein ausgewogenes Lenzburger Budget; wieder kann symbolisch für schlechte Zeiten etwas ins Sparschwein gelegt werden.

Der Einwohnerrat von Lenzburg genehmigte den Rechenschaftsbericht und die Rechnung 2013 ohne Gegenstimme, vergass aber beinahe, darüber zu diskutieren.

«Die ‹Unternehmung Lenzburg› ist gut unterwegs.» Dieser Feststellung von Marcel Spörri (EVP), dem Präsidenten der einwohnerrätlichen Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GPFK), schlossen sich alle Redner an. Der «sehr positive Abschluss» (Remo Keller, SP) wurde einstimmig gutgeheissen.

Beinahe wären Rechenschaftsbericht und Rechnung 2013 ohne ein Votum aus der Ratsmitte durchgewinkt worden. Erst mit Verzögerung meldete sich Ratsvizepräsidentin Marianne Tribaldos (CVP) zu Wort und hielt fest, dass sie den Abschluss «mit Vergnügen gelesen» habe. Dies liege nicht nur an der schönen Aufmachung des Berichts, sondern auch am Inhalt. Angesicht der guten Zahlen «muss sich Lenzburg im Vergleich mit andern Städten nicht mehr verstecken».

Tribaldos warnte aber vor Übermut: «Noch ist das Finanz-Paradies nicht ausgebrochen.» Konkret warnte sie vor den Verlockungen, jetzt «Paläste zu bauen und Steuern zu senken».

Auch für Michael Häusermann (SVP) ist Lenzburg in Sachen Schuldenabbau «noch nicht am Ende des Weges». Immerhin habe man «das Tal der Tränen verlassen», stellte Lea Grossmann (FDP) fest. Sie stellte infrage, ob Lenzburg «beim Strassenunterhalt Musterschüler» bleiben müsse: Aktuell habe man eine Note 5 bis 5,5 erhalten, aber: «Würde eine 4,5 nicht auch reichen?»

84 000 Franken für Poller

Auf verschiedene einzelne Posten ging GPFK-Präsident Spörri detaillierter ein. Da tauchten viele Dauerbrenner wie das Ferienhaus Samedan, die Spitex, das Parkhaus Sandweg und auch die Poller am Hypiplatz auf.

Für nicht verrechenbare Reparaturen dieser versenkbaren Strassensperren mussten seit 2006 84 000 Franken aufgewendet werden. Eine neue Lösung wird da gesucht.

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