Prüfung
Gute Noten trotz Raumnot

Der Kindergarten und die Primarschule Beinwil am See wurden im Herbst durch externe Personen der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) evaluiert. In allen Kriterien schnitt die Schule gut ab.

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Vorgängig hatten anonymisierte schriftliche Befragungen der Lernenden, der Eltern sowie der Lehrpersonen stattgefunden. An drei Tagen war das Team der externen Schulevaluation vor Ort.

Der Fokus der Evaluation war auf die Schulführung gerichtet. Acht Bereiche wurden untersucht, die Schule Beinwil am See schnitt in allen überprüften Kriterien gut ab.

Das Evaluationsteam schreibt in seinem 43-seitigen Bericht die Schule sei gut in die Gemeinde eingebettet und profitiere von der Anteilnahme der Bevölkerung am Schulleben. Dank des Engagements der Lehrpersonen und der Schulleitung gelinge es, trotz der dezentralen Anordnung der Schulgebäude als Einheit aufzutreten. Sorgen bereiteten die momentan knappen Platzverhältnisse.

Schüler fühlen sich wohl

Weiter wird festgehalten, dass sich die Schülerinnen und Schüler an der Schule wohlfühlen. Schulführung, Lehrpersonen und weitere Mitarbeitende, die Schüler, sowie deren Eltern trügen ihren Teil bei zum guten Schulklima. «Die Schulführung legt grossen Wert auf eine transparente Führungskultur.» Es gelinge ihr, mit einer vorausschauenden Planung Vertrauen zu schaffen, Lehrpersonen zu motivieren und Entwicklungsvorhaben in verkraftbaren Etappen umzusetzen. Das Arbeits- und Betriebsklima sei geprägt von gegenseitiger Wertschätzung.

Die Arbeit der Schulbehörden, der Schulleitung, der Lehrpersonen sowie der Schuladministration wird insgesamt mit guten Noten bewertet. «Wir liegen in den meisten Punkten über dem kantonalen Durchschnitt», teilt die Schulpflege mit. Als bisher einzige Schule des Kantons erhielt Beinwil am See keine Empfehlungen des Evaluationsteams. Die wenigen Punkte, die es anzugehen gelte, seien bereits in der mehrjährigen Strategie vorgesehen: Kernprojekt werde in den nächsten Jahren die Schulraumplanung sein. «Wir haben seit gut einem Jahr kein einziges freies Klassenzimmer mehr. Die Gemeinde wächst aber weiter.»

Mindestens 8 neue Klassenzimmer

Wenn man als Oberstufenstandort weiterhin existieren wolle, brauche es einen Anbau am Steineggli-Schulhaus mit mindestens 8 Klassenzimmern.

Damit der freie Raum im alten Schulhaus für weitere Klassenzimmer und einen Kindergarten genutzt werden könne, müsse die Gemeinde sich ein neues Zuhause suchen. Sollte die Gemeindeversammlung Ende Woche keine Entscheide treffen, müsse man den nötigen Platz provisorisch mit Schulcontainern gewinnen. (pd/az)