Staufen
Gute Finanzen geben Hoffnung für Sporthalle

Die erfolgreiche Gemeinderechnung stand im Fokus des Politapéros.

Markus Christen
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Staufen kann Traumgewinn verzeichnen

Staufen kann Traumgewinn verzeichnen

Markus Christen

Einen freundlicheren Auftakt kann man sich als neuer Gemeinderat mit Zuständigkeit für das Finanzressort kaum wünschen. Am Staufener Politapéro im Zopfhuus durfte Urs Welti, der seit Anfang dieses Jahres im Amt ist, den rund 70 anwesenden Einwohnerinnen und Einwohnern die Zahlen der Gemeinderechnung 2017 präsentieren. Und die sind höchst erfreulich, wurde doch der budgetierte Gewinn um knapp 1,84 Millionen Franken übertroffen.

Das positive Ergebnis ist in erster Linie mit ungeplant hohen Einnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern zu begründen. Die Gemeinde Staufen kann die bestehenden Gemeindeschulden von rund 4.7 Millionen Franken um knapp
50 Prozent reduzieren.

Urs Welti sagte am Rande des Politapéros: «Es ist natürlich schön, wenn man eine solche finanzielle Ausgangslage gewissermassen vererbt bekommt. Das verschafft mir auch Zeit, um mich ins Ressort einarbeiten zu können.»

Schlusspunkt zur Busfrage

Weniger erfreulich waren die Nachrichten, die Gemeinderat Pascal Furer am Sonntagmorgen den Gästen des Politapéros übermitteln musste. Schon seit Jahren wünscht sich die Bevölkerung eine bessere Anbindung des südlichen Dorfteils an das Busliniennetz der Regionalbus Lenzburg (RBL).

Eine von der RBL in Auftrag gegebene Studie zeigt nun allerdings in mehreren Varianten, dass aus der Schaffung einer zusätzlichen Buslinie bei sehr hohen Kosten nur bescheidenes Erschliessungspotenzial resultiert. Der Gemeinderat, so Pascal Furer, verzichte aus diesem Grund auf einen Antrag zur Buserschliessung Staufen Süd an der Einwohnergemeindeversammlung vom 6. Juni. «Für uns ist das der vorläufige Schlusspunkt zur Frage der Busverbindungen», so Furer.

In den 80er-Jahren bereits zweimal gescheitert ist in Staufen das Projekt zum Bau einer neuen Sporthalle. Da nun allerdings nicht nur die Vereine, sondern auch die Schule Raumbedarf anmelden, hofft die federführende Gemeinderätin, Vizeammann Katja Früh Haas, dass es mit dem Bauprojekt nun klappt. Am 6. Juni kann die Bevölkerung über einen Kredit über 175 000 Franken für eine Vorstudie abstimmen.

Gemäss eines Antrags aus der letzten Gemeindeversammlung wird die Vorstudie auch eine Nutzen-Analyse aller gemeindeeigenen Liegenschaften beinhalten. Ebenfalls soll die Vorstudie den optimalen Standort für die Sporthalle ermitteln. Erfüllen sich die Planungsabsichten des Gemeinderats, soll die Halle im Sommer 2023 in Betrieb genommen werden.

Die Kosten für Projektierung und Realisation werden auf rund 7 Millionen Franken geschätzt. «Die Präsentation der Gewinnrechnung hat gezeigt, dass wir uns in einer komfortablen Lage befinden. Entwickeln sich die Finanzen weiterhin so positiv, ist es vielleicht sogar möglich, in den kommenden Jahren Geld für die Sporthalle zur Seite zu legen», sagte Katja Früh Haas.

Ein weiteres Traktandum am Politapéro behandelte Bahnübergang Brünnli, der bei der Sanierung der Seetalbahn unangekündigt abgerissen wurde. Der Gemeinderat hat sich bereit erklärt, sich an den Wiedererstellungskosten zu beteiligen, da das Projekt zusätzlich eine Wegverbindung nach Lenzburg beinhaltet. Der Kreditantrag wird der Bevölkerung ebenfalls an kommenden Gemeindeversammlung vorgelegt.

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