Seon
Günter Windfelder gibt den «Seener Spiegel» nach 10 Jahren ab

Während zehn Jahren hat der ehemalige Redaktor der Aargauer Zeitung, Günter Windfelder, den «Seener Spiegel» betreut – jetzt ist die letzte Auflage unter seiner Ägide dieser Dorfchronik erschienen.

Margrit Rüetschi
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Günter Windfelder blieb als «Seener Spiegel»-Redaktor mit der Aargauer Zeitung auf dem Laufenden. mr

Günter Windfelder blieb als «Seener Spiegel»-Redaktor mit der Aargauer Zeitung auf dem Laufenden. mr

Kürzlich wurde das handliche Büchlein im Namen der Museumskommission und des Gemeinderates an die Seoner Haushalte verteilt.

Wurde die Umschlagseite in früheren Ausgaben mit nostalgischen Fotos geschmückt, wurde sie diesmal mit Zeichnungen der Zweitklässler von Sue Novarro gestaltet. Thema ist «ihr» Schulhaus im Herzen des Dorfes, das in absehbarer Zeit wohl ausgedient hat.

Bevor er das Gestalten des «Seener Spiegels» vom ehemaligen Bezirkslehrer Willy Wyrsch übernommen hat, habe er kommuniziert, dass er dieses Amt nicht länger als zehn Jahre bekleiden werde, erinnert sich Günter Windfelder. So gibt er die Aufgabe jetzt mit leichtem Herzen ab.

Wie es mit der Nachfolge weitergeht, liege in der Kompetenz des Gemeinderates und der Museumskommission.

Immer die Nase im Wind

Als altem Hasen in redaktionellen Belangen fiel es dem in Seon wohnhaften ehemaligen Zeitungsmann nicht schwer, die Nase im Wind zu halten und die Begebenheiten der letzten zwei Jahre jeweils mit eigenen und fremden Artikeln akribisch zu dokumentieren.

Seit rund einem Jahr wohnt Günther Windfelder mit seiner Ehefrau Liselotte in einer geschmackvoll eingerichteten, altersgerechten Wohnung beim Altersheim und fühlt sich dort schon ganz zu Hause. Ob er dem Anlass «25 Jahre Alters- und Pflegeheim unteres Seetal» auch aus persönlichen Gründen einen komfortablen Rahmen gegeben hat, mag sein. Auf jeden Fall wird dieses Thema, mit anschaulichen Fotos dokumentiert, auf ganzen fünf Seiten liebevoll abgehandelt.

Posthalter in Florida

Traditionellerweise werden im «Seener Spiegel» Personen porträtiert, die ins Ausland ausgewandert sind. Diesmal erfahren die Gemeindebewohner aus der Feder von Günter Windfelder, wie der im Jahre 2006 ausgewanderte Seoner Thomas Urech und seine Familie in Florida Wurzeln geschlagen haben. Der spannende Artikel ist mit «Als Posthalter im Sonnenscheinstaat Florida» übertitelt.

In weiteren Kapiteln werden Themen aus der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde gespiegelt, man erfährt von Kommunionen, Konfirmationen, Musicals, auch der geglückten Renovation der reformierten Kirche wird genügend Raum gegeben.

Musiktag und Oberdorfstrasse

Man lässt den Kantonalen Musiktag vom 11./12. Mai 2011 Revue passieren und erinnert sich, mit Fotos dokumentiert, an den aufwendigen Ausbau der Oberdorfstrasse mit Nahwärmeverbund oder an die denkwürdige Abstimmung über Tempo 30 in diesem Jahr.

Ein besonders reizvolles Kapitel ist unter dem Titel «Vom Eienbächli und anderen Seoner Wasserläufen» gleich zu Beginn den vielen Bächen der Gemeinde gewidmet. Last, but not least widmet die in Seon aufgewachsene Journalistin Susi Hofmann-Fehlmann ihrem (inzwischen renovierten) Elternhaus eine ans Herz rührende Erinnerungsgeschichte.

Wer auswärts wohnende Verwandte, Kinder, Enkelkinder mit dem «Seener Spiegel» beglücken möchte, wende sich mit Angabe der Adressen an die Gemeindekanzlei. Die Interessenten werden wie alle bereits registrierten «Heimweh-Seener» direkt bedient.