Im Vergleich zu anderen Bankenmanagern bleibt die Hypi-Chefin Marianne Wildi (53) eine günstige Führungskraft – auch wenn sie letztes Jahr dank verschiedenen Mandaten in der Finanzindustrie stark an Renommee dazugewonnen hat. Gemäss dem gestern publizierten Geschäftsbericht 2018 der Hypothekarbank Lenzburg AG (Hypi) verdiente Marianne Wildi letztes Jahr 412'420 Franken. Das waren 201 Franken mehr als im Vorjahr (412'219). Sie bekam nicht alles in bar, sondern erhielt 15 Hypi-Aktien im Gegenwert von 68'100 Franken.

Marianne Wildi ist seit letztem Herbst Mitglied des 20-köpfigen Verwaltungsrats der Schweizerischen Bankiervereinigung (SwissBanking). Sie ist dort eine von zwei Frauen und Vertreterin des Verbandes der Schweizer Regionalbanken (VSRB), in dem sie das Amt der Vizepräsidentin hat. Wildi ist zudem Präsidentin der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) und Vorstandsmitglied der Economiesuisse.

Die börsenkotierte Hypi hat nicht nur eine Chefin mit einem vergleichsweise moderaten Lohn, sondern auch einen relativ bescheidenen elfköpfigen Verwaltungsrat: Dieser kassierte letztes Jahr insgesamt 405'500 Franken – 26'000 Franken weniger als im Vorjahr. Präsident Gerhard Hanhart wurde mit 111'000 Franken (Vorjahr 111'600 Franken) entschädigt. (uhg)