Lenzburg

Günstige Alterswohnungen: «Opa Mühler» ist bereit für die Baueingabe

Der Neubau kommt eigentlich nicht so brav daher: Er ist fünfeckig.

Der Neubau kommt eigentlich nicht so brav daher: Er ist fünfeckig.

Bald liegt der Opa im Lenzburger Stadtbauamt auf. «Opa Mühler» ist der Projektname für den Neubau für die Alterswohnungen der Obere Mühle Alterswohnungen AG (OMA AG).

Der Opa wird die Pavillons ersetzen, in denen sich die Alterswohnungen momentan befinden. «Nach der Einweihung des Pflegeheim-Neubaus im Jahr 2016 haben wir die Pavillons angeschaut», sagt Heidi Berner, die den Verwaltungsrat der OMA AG präsidiert. Die Pavillons mit Baujahr 1968 seien nicht mehr altersgerecht gewesen. Nun ist das Projekt, das vom Büro Stoos Architekten Brugg entwickelt wurde, auflagebereit.

Die Wirtschaftlichkeit war ein wichtiges Kriterium bei der Entwicklung von «Opa Mühler». «Wir wollen preisgünstige Alterswohnungen anbieten», sagt Heidi Berner. Konkret heisst das: Monatsmieten von maximal 1200 Franken. «Diese Vorgaben haben wir momentan erreicht.» Um die Kosten so tief wie möglich zu halten, haben die Architekten am ursprünglich vorgestellten Projekt noch ein paar Änderungen angebracht. Um den Grundriss optimal zu nutzen, sind Wohnungen der gleichen Grösse übereinander platziert. Das ergibt eine neue Gesamtanzahl von 36 2-Zimmer- und 6 1-Zimmerwohnungen, statt wie bisher insgesamt 39 Wohnungen mit einem höheren Anteil an 1-Zimmerwohnungen, deren Bedarf sowieso kleiner sei. Auch wurde auf Waschtürme in den Wohnungen verzichtet. Die Anschlüsse sind zwar vorhanden, doch im UG des Neubaus wird sich eine Waschküche befinden, die auch ein Begegnungsort werden soll. Der Neubau wird 10,8 Millionen Franken kosten.

Eine grosse Herausforderung ist die Umsiedlung der Menschen aus den Pavillons. Diese hat bereits begonnen. «Wir haben uns bewusst viel Zeit genommen», sagt Heidi Berner. Und schon bei fast allen Personen – 24 Wohnungen mit Einzelpersonen sind betroffen – sei eine Übergangslösung zustande gekommen. Manche können ins Pflegeheim umziehen. Andere hätten sich selber um eine externe Lösung gekümmert. Es gab auch Umzüge in andere Wohnungen der OMA AG. Mit neuen Wohnformen: Demnächst werden sich drei Männer zu einer Wohngemeinschaft zusammenschliessen. Grundsätzlich sei geplant, dass die Bewohner und Bewohnerinnen der Pavillons zurück in eine neue Alterswohnung ziehen können – mit neuem Mietvertrag. Die Projektverantwortlichen nennen die Suche nach Übergangslösungen «Operation Moses». Wie es aussieht, scheint die Operation ohne Herumirren in der Wüste zu gelingen. «Ich glaube nicht, dass es zu einem Härtefall kommt», sagt Berner. Notfalls werde die OMA AG eine externe Wohnung mieten, wo die Bewohner zu den Konditionen der Alterswohnung wohnen können.

Die OMA AG rechnet damit, bis Mitte Jahr die Baubewilligung zu erhalten. Anfang 2020 wird mit dem Abriss der Pavillons begonnen, Mitte 2021 soll der Neubau bezugsfertig sein.

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