Lenzburg

Guck mal Günther: Zum Festival-Auftakt gibt es ein kulinarisches Experiment

Graffiti, Tuschezeichnung, Teppich – an der Ausstellung «Guck mal Günther, Kunst» treffen verschiedenste Kunstwerke und Stile aufeinander.

Graffiti, Tuschezeichnung, Teppich – an der Ausstellung «Guck mal Günther, Kunst» treffen verschiedenste Kunstwerke und Stile aufeinander.

Heute Abend eröffnet das Festival «Guck mal Günther, Kunst» im Kulturhaus und Jugendwerkhof Tommasini. Manchmal wird dabei für den Besucher die Grenze zwischen Alltag und Kunst in Frage gestellt.

«Ich mag jene Momente, in denen man geplante Performances nicht von anderen Handlungen unterscheiden kann», sagt der Künstler Marc Hartmann. Heute Abend wird Hartmann das Festival «Guck mal Günther, Kunst» mit einer kulinarischen Performance eröffnen. Gerade experimentiert er in seinem Atelier in Lenzburg mit verschiedenen Zutaten und Formen.

Als gelernter Koch kennt der 1977 in Aarau geborene Künstler unterschiedlichste Formen, wie man Essen zubereiten kann. In seinen Arbeiten – seien es Performances oder Objekte – spielt er mit den Erwartungen des Publikums.

Die Veränderung der Wahrnehmung und das Verwenden unterschiedlicher Materialien steht auch für den Lenzburger Künstler «IIXII» im Vordergrund. Einzig mit Dachlatten und dickem, schwarzem Stoff schuf er vor Ort die Installation «Räumlicher Eingriff – 16 X». Diese durchkreuzt den oberen Saal des Kulturhauses Tommasini und ermöglicht neue Erlebnisräume.

Vereinspräsident performed auch

Gleich nebenan lässt ein Himmel aus farbigen LED-Leuchtröhren die Besucher in eine sich laufend wandelnde Traumwelt eintauchen. «Unsere Installationen sollen jeweils auf die Menschen darin reagieren», sagt Tim Fuchs.

Als Präsident des Vereins Tommasini kennt er das Festival «Guck mal Günther, Kunst» bereits aus der ersten Lenzburger Ausgabe im Sommer 2013. Als Teil des Kollektivs Bildspur programmierte er ein interaktives Bühnenbild, das Kunst und Musik verschmelzen lässt. «Ich bin insbesondere gespannt zu sehen, welches Licht- und Farbspiel die Besuchenden bei der Electro-Party am Freitag gestalten werden», freut sich der 26-jährige Künstler.

Die Ausstellung nimmt das gesamte Kulturhaus und den Jugendwerkhof Tommasini für sich ein, verschmilzt mit anderen Künsten ebenso wie mit dem Alltag, versprechen die Veranstalter. So realisierten beispielsweise auf Platz vor dem Schwimmbad Stefano Pibiri aus Lenzburg und Beat Geier die Installation «Déja-perçu» innerhalb des kleinen, umgebauten Lastwagens «adapter». Am Samstag wird die Künstlerin Anita Weibel die Performance «Zwischenräumen» aufführen.

Die Besucher erwartet ein kurzweiliges Festival, bei dem es viel zu sehen, zu geniessen und zu staunen gibt. Sie werden zum Mitmachen eingeladen und so Teil der Performance. Und immer wieder stellt sich dabei die Frage: Wo hört Kunst auf und wo fängt der Alltag an?

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