Lenzburg
Grünliberale wollen in den Lenzburger Stadtrat

In den Kampf um die Nachfolge von Stadtammann Hans Huber (FDP) im Stadtrat Lenzburg kommt Bewegung: Nicht unerwartet sind es die Grünliberalen (GLP), die für Bewegung sorgen. Bezirksparteipräsidenten Beat Hiller will antreten.

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In den Kampf um die Nachfolge von Stadtammann Hans Huber (FDP) im Stadtrat Lenzburg kommt Bewegung: Nicht unerwartet sind es die Grünliberalen (GLP), die mit ihrer Ankündigung, ihren Bezirksparteipräsidenten Beat Hiller zu portieren, den Wahlkampf so richtig lancieren.

«Nach Überzeugung der Grünliberalen läuft in Lenzburg zurzeit einiges nicht optimal», steht in einer Mitteilung vom Sonntag. Anstelle «einer aktiven Grünraumplanung» würden «laufend neue Flächen überbaut»: «In Lenzburg wird es immer grauer, bald ist alles zugebaut.»

Hiller für langfristige Lösungen

«Die heutigen Sünden, sowohl ökologischer wie auch finanzieller Natur, muss die nächste Generation ausbaden», halten die Grünliberalen weiter fest: Sie würden sich des-halb «für eine politische Wende einsetzen». Der Rücktritt von Hans Huber biete die Chance, dass sich seine Nachfolge gegen diese stetigen Verschlechterungen stemme. Damit Lenzburg «auch in 50 oder 100 Jahren ein lebenswerter Ort sei», schickt die GLP mit Beat Hiller einen «ausgewiesenen Wirtschaftsvertreter mit grüner und sozialer Ader» ins Stadtratsrennen.

Beat Hiller, Vater von zwei erwachsenen Kindern, wurde 1956 in Aarau geboren und wohnt gut vier Jahre in Lenzburg. Als Elektroingenieur leitet er eine KMU als Geschäftsführer und Partner. Er ist Präsident der GLP des Bezirks Lenzburg. Bei den Nationalratswahlen im Herbst belegte er innerhalb der GLP-Liste den 12. Platz.

«Nur nach dem aktuellen Trend politisieren ist nicht nachhaltig. Ich stehe für Lösungen ein, die uns langfristig weiterbringen», hält der grünliberale Stadtratskandidat fest.

Angriff auf FDP

Mit ihrer Nomination greifen die Grünliberalen den einzigen Sitz der Freisinnigen im Lenzburger Stadtrat an: «Selbstverständlich ist den Grünliberalen der Stadt Lenzburg klar, dass der Sitz eigentlich der FDP zusteht», halten sie in ihrer Mitteilung fest. Und lassen ein Hintertürchen offen: «Sollte die FDP einen Kandidaten nominieren, der in Bezug auf ökonomische und ökologische Fragestellungen genügend kompetent und nachhaltig politisiert, kann sich die GLP vorstellen, dieses Mal auf eine Kandidatur zu verzichten und einen echt zukunftsorientierten FDP-Vertreter zu unterstützen.»

Die GLP-Ankündigung kommt rechtzeitig zur Vorstandssitzung der FDP von heute Dienstagabend. «Hauptthema ist natürlich die Stadtratsersatzwahl», hält Präsidentin Lea Grossmann gegenüber der az Aargauer Zeitung fest. Es wird damit gerechnet, dass heute bereits der freisinnige Kandidat bestimmt wird. (tf)