Lex Hayek
Grünes Licht für die Villa Hayek in Meisterschwanden

Meisterschwanden forderte, dass das Hallwilerseeschutzdekret für Bauvorhaben Privater und öffentlicher Hand punktuell angepasst werden soll. Die Grossratskommission sprach sich für eine Teiländerung aus.

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Blick vom Hallwilersee auf die heutige Situation in Meisterschwanden.

Blick vom Hallwilersee auf die heutige Situation in Meisterschwanden.

AZ

Die vom Gemeinderat Meisterschwanden geplante Gesamtrevision der Nutzungsplanung setzt diverse Richtplananpassungen und eine Teiländerung des Hallwillerseeschutzdekretes voraus. Dadurch soll möglich werden, dass solvente Personen in Meisterschwanden wie die Familie Hayek im Moment geschütztes Land brauchen können.

Der verstorbene Uhrenpionier, der in Meisterschwanden eine Villa besitzt, hatte schon zu Lebzeiten geäussert, dass er auf seinem Land, das geschützt ist, ein weiteres Gebäude erstellen möchte.

Die Gemeinde stand diesem Unterfangen stets positiv gegenüber - wie auch die FDP und die SVP, nicht aber die Umweltverbände WWF und Bird Life, die in den diversen Bauvorhaben Partikularinteressen vermuteten und eien «Lex Hayek» zu vermeiden gedachten. Sie unterlagen nun der Grossratskommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV).

Am meisten zu diskutieren gaben die geplanten Änderungen in den Gebieten Schachenacher, Rebweg, Parkplätze Delphin und Kirchrain. Im unüberbauten Teil des Scahchenachers soll auf Antrag der Kommission UBV jedoch auf eine Reduktion der Schutzzone verzichtete werden.

Stattdessen soll das Hallwilerseeschutzdekret so angepasst werden, dass in diesem Gebiet eine Nutzung als Jugendfestwiese, Zirkuswiese oder temporärer Parkplatz möglich ist, wie der Vizepärsident der Kommission UBV, Oliver Flury, in einer Medienmiteilung verlauten lässt.

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