Früher war dieser Raum eng: An drei Wänden standen hohe Blechschränke in einem typischen 70er-Jahre-Gelb. Von einem Pult in der Mitte wurde die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Langmatt gesteuert.

Vor einem Jahr sind mit Schafisheim, Hunzenschwil und Rupperswil (ARA Lotten) drei neue Gemeinden zur ARA Langmatt dazugestossen. Mehr Gemeinden, mehr Wasser. Doch der Kommandoraum wurde kleiner. «Heute ist alles hochautomatisiert», sagt Klärmeister Roman Bieri. Die Leitzentrale ist zu Bürozeiten besetzt, die Systeme laufen auch auf dem Tablet und dem Smartphone.

Ein Flug über das Areal der ARA Langmatt in Wildegg

Ein Flug über das Areal der ARA Langmatt in Wildegg

In den Regalen an der Wand hat es noch Platz für neue Ordner. Langfristiges Ziel ist, dass das Abwasser des Seetals bis nach Hochdorf in Möriken-Wildegg gereinigt wird. «Eine gemeinsame Abwasserreinigungsanlage macht aus ökonomischen und ökologischen Gründen Sinn», sagt Blättler. «Je mehr Wasser durch eine Anlage fliesst, desto weniger kostet sie.»

Ein ehrgeiziges Projekt, das einen bedeutenden Ausbau der ARA Langmatt und aufwendige Transportwege verlangen würde. Der Anschluss der ARA Lotten war für Blättler und Bieri ein «Lehrblätz», eine Vorstudie hat gezeigt, dass auch der Anschluss des Seetals möglich wäre.