Seit drei Wochen wirbt der männliche Adel im Gemeindesaal von Möriken um die Gunst der viel gepriesenen, doch wählerischen Mariza.

Nach zwölf Vorstellungen der schwung- und humorvollen Operette «Gräfin Mariza» ist Daniel Angelini, Präsident des Vereins Operette Möriken-Wildegg, erleichtert und zieht eine positive Zwischenbilanz. «Wir sind wirklich zufrieden mit dem Erreichten bis jetzt, sowohl was die Ticketverkäufe betrifft als auch die Publikumsreaktionen.» Nachdem man sich in der Vergangenheit auch eher unbekannten Produktionen zugewandt hatte, welche beim Publikum nicht immer die erhoffte Resonanz auslösten, setzt man in diesem Jahr wieder auf eine der beliebtesten und meistgespielten Operetten überhaupt.

Die Freunde der Möriker Operette wissen es zu schätzen. Gestartet seien die Jubiläumsaufführungen zum 90-jährigen Bestehen der Möriker Operette mit einer tollen Premiere und einem begeisterten Publikum, sagt Angelini und ergänzt: «Und auch die Mitwirkenden waren mit ihrem Premierenauftritt zufrieden. Die Stimmung beim gemeinsamen Nachtessen im Anschluss an die Aufführung war gelöst. Alle waren erleichtert, dass es nun ernst gilt.»

Die Zahl der Ticketverkäufe für die übrigen Aufführungen erfüllt die Erwartungen des Operettenvereinspräsidenten. Besonders gut besucht sei der Gemeindesaal am ersten Novemberwochenende gewesen. «Nicht ganz zufriedenstellend waren die Publikumszahlen am ersten Spielwochenende. Doch das war schon in vergangenen Jahren der Fall», sagt Angelini. In der Zwischenzeit sei der publikumsmässig eher harzige Auftakt längst einer gesteigerten Billett-Nachfrage gewichen.

Fehlende Bläser stören nicht

Deutlich über 80 Prozent beträgt die Auslastung des Gemeindesaals für die anstehenden kommenden Vorstellungen. Vermehrt Tickets sind noch für die letzten vier Aufführungen zu haben.

Besonders gefreut haben Angelini die vielen positiven Zuschauerreaktionen, die teilweise auch per Mail zu ihm gelangt sind. «Die Kollegen anderer Operettenbühnen, die kürzlich in Möriken zu Gast waren, haben sich äusserst positiv zu unserer ‹Gräfin Mariza› geäussert.» Skeptisch seien sie zuerst gewesen, weil im Musikarrangement auf einen Bläsersatz verzichtet wurde, doch das Möriker Orchester habe durch seine Qualität überzeugen können.

Auch andere Zuhörer störten sich nicht an den fehlenden Bläsern im Orchestergraben. «Wiederholt wurde mir gesagt, dass so die Gesangsstimmen besser zur Geltung kämen», sagt Vereinspräsident Angelini. Den folgenden Vorstellungen blickt er zuversichtlich und mit Vorfreude entgegen. Die Operette Gräfin Mariza wird noch bis am 3. Dezember gespielt. Tickets unter www.operette.ch.