Niederlenz

Gleich zwei Uraufführungen in einer Woche

Die Kulturkommission (Bild) freut sich auf die Band Tomazobi, die auf ihrer Gringo-Tour am Samstag im Cholechäller vorbeischaut.

Die Kulturkommission (Bild) freut sich auf die Band Tomazobi, die auf ihrer Gringo-Tour am Samstag im Cholechäller vorbeischaut.

Musik und Drama prägen das Frühlingsprogramm im Cholechäller.

Innert einer Woche haben die Besucher des Niederlenzer Kulturlokals Cholechäller Gelegenheit, zwei Uraufführungen beizuwohnen. Am 25. Februar begrüsst die organisierende Kulturkommission das «Appenzeller Space Schöttl Trio». Die Musiker Didine Stauffer, Ficht Tanner und Töbi Tobler kennen sich schon lange, treten allerdings zum ersten Mal in Dreierformation auf. «Ich freue mich auf einen besonderen und spannenden Abend», sagt Kulturkommissionsmitglied Dani Schneider, «die Mischung aus traditioneller Appenzellermusik, Improvisationselementen und östlicher Perkussion ist mit Sicherheit eine, die man nicht oft zu hören kriegt.»

Sieben Tage später, am 4. März, inszeniert das «Seal People Ensemble» die musikalische Erzählung «Òran na Mara: Das Kind der Robbenfrau». Die mystische Geschichte um Seehunde, die am Abend vor Johanni an Land schwimmen und Menschengestalt annehmen, macht die Grenzen brüchig, die zwischen Realem und Imaginärem besteht. Mitglieder des Spielkollektivs sind unter anderem die aus Lenzburg stammenden Fränzi Lüthi, die für Textkonzept und Erzählstimme verantwortlich zeichnet, und Akkordeonspielerin Regula Robin.

Gestartet wird das Frühlingsprogramm Cholechäller bereits am kommenden Samstag mit dem Auftritt der Band «Tomazobi». Die selbst ernannten Guerilla-Troubadours legen auf ihrer Gringo-Tour einen Stopp in Niederlenz ein. Am 18. März wird das «Theater Triebgut» die Bühnenfassung des Romans «6 Uhr 41» von Jean-Philippe Blondel aufführen. Im Stück wird über die Frage nachgedacht: «Was geschieht, wenn man seiner Jugendliebe nach
30 Jahren zufällig im Zug begegnet?»

Andersen-Märchen für Kinder

Mit einer Auswahl an Mimen kommt am 29. April das «theater anundpfirsich» mit seinem Programm «Ustrumpfete» nach Niederlenz. Die Improvisationskünstler werden einen Wettkampf auf der Bühne inszenieren, bei dem die Zuschauer aufgefordert sein werden, mit Stichworten und Anregungen das Geschehen auf der Bühne in Gang und in Schwung zu halten.

Bereits einen Tag später werden sich die Türen zum Cholechäller dann für die jungen Besucher öffnen. Die Schauspieler Alexandra Frosio und Thomy Truttmann bringen eine Adaption des Märchens «Das hässliche Entlein» von Hans Christian Andersen mit nach Niederlenz. Kulturkommissionsmitglied Sibilla Scognamiglio freut sich auf den Besuch des Kindertheaters: «Besonders spannend finde ich, wie es die beiden Schauspieler schaffen, mit nur wenigen Requisiten und kargem Bühnenbild eine ganz eigene Welt zu erschaffen.»

Den Abschluss im Frühlingsprogramm macht der Schinznacher Theaterschauspieler Jaap Achterberg, der zum vierten Mal im Kulturlokal zu Gast ist. Auch er hat die Theaterfassung eines Romans im Gepäck, nämlich «Pferde stehlen» des norwegischen Autors Per Petterson. «Mit grosser Intensität und minimalen Gesten kann Achterberg eine Szenerie entstehen lassen», sagt Köbi Knüsel von der Kulturkommission.

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